Deutschland hat dem angeschlagenen Griechenland Finanzhilfen zugesagt - unter der Bedingung harter und lang andauernder Reformen. „Deutschland wird helfen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind“, sagte Merkel am Montag in Berlin. „Das dauert noch einige Tage.“ Es solle um ein auf drei Jahre angelegtes Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen. „Wenn Griechenland bereit ist, auch harte Maßnahmen zu akzeptieren und nicht nur für ein Jahr, sondern für mehrere Jahre, dann haben wir eine gute Chance, den Euro als stabile Währung für uns alle zu erhalten und zu sichern.“ Griechenland müsse dazu seinen Beitrag leisten.
Merkel wies Kritik an Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zurück. „Ich glaube trotzdem, dass Deutschland richtig handelt.“ Es gehe um eine nachhaltige Lösung. „Wir müssen bis zum Ende der Verhandlungen warten, bis wir sagen können, wie genau dieses Programm aussieht.“
Die geplante Einbeziehung der Banken in die Finanzhilfen beurteilte Merkel zurückhaltend. „Ich verstehe diesen Wunsch sehr gut“, sagte sie. „Es geht aber insgesamt um die Stabilität des Euro als Währung. Und da sind staatliche Garantien natürlich auch nicht wegzudenken.“ Deutschland müsste in diesem Jahr einen Beitrag bis zu 8,4 Milliarden Euro für Griechenland zahlen.
Die Kanzlerin sprach sich klar gegen einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone aus: „Ich sage ganz klar Nein. Es geht jetzt um eine schnelle Reaktion zugunsten der Stabilität des Euro als Ganzes.“
dpa
HAZ.de Anmeldung


Deutsche Bank / Realtime Indikation

Kommentare
Hilfe für Griechenland ? QoVadis1804 – 04.05.10
Sehr geehrter "QoVadis1804 ",Sie sprechen mir aus der Seele.
M.f.G.
Peter Pistor
No go Area ! RCA – 28.04.10
Die internationalen Treiber des Kapitals "fräsen" sich eine monetäre Schneise über die finanziellen Institutionen Griechenlands in die Portemonaies der deutschen Bundesbürger.Das ist Unrecht. Und wenn Unrecht zu Recht umgebogen wird, gehört Widerstand zur Pflicht.
Kein Geld für Trickser und Betrüger, laßt sie mitsamt den Bangstern, Lobbyisten und Spekulanten abschmieren.
Kein Geld für Nichtsnutze & Betrüger ! Zecke – 28.04.10
Sollte Geld, bzw. Kredite fließen ist der Tatbestand der Veruntreuung von Volksvermögen gegeben. Damit ist die Bundesregierung vor dem verfassungsgericht verklagbar.Ich werde davon gebrauch machen !
so wird`s gemacht herodes – 27.04.10
Dumm sind die Griechen jedenfalls nicht. Sie haben alle Möglichkeiten zu ihrem Vorteil genutzt und das geht immer weiter so. Was sie bekommen haben und was sie nun noch bekommen werden, geben sie nie wieder her. Es heißt doch immer - ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert. Schlau sind sie, sehr schlau und passieren wird ihnen gar nichts.Man sollte sich nicht mit der Befürchtung beschäftigen, welches Land als nächstes die griechische Methode anwendet. Wir sollten lieber mal das deutsche Strebertum vergessen und zusehen, dass wir Absahner statt Nettozahler sind.
Machen wir es schnell den Griechen nach, bevor andere uns zuvor kommen.
Das ist ein sinnloses mediales Taktieren vor dem Hintergrund der Wahl in NRW am 9. Mai! audio001 – 27.04.10
Das Grundproblem ist nicht nur die Verschuldung Griechenlands, sondern die Tatsache, das Griechenland mit rund 43 Milliarden auch gegenüber deutschen Kreditinstituten verschuldet ist.Lt. tz v. 27.04.10 Tabelle "Griechenlands Schulden" sollen u.a. dazu gehören: HRE mit 10 Mrd., Commerzbank mit 3,1 Mrd., DZ Bank mit 3,1 Mrd., Münchner Rück mit 2,1 Mrd., Postbank mit 1,3 Mrd., Allianz mit 0,9 Mrd. sowie andere.- Mithin also auch Kreditinstitute, die jetzt schon massiver Unterstützung des deutschen Steuerzahlers bedürfen!
Insoweit steht ist die Bundesregierung in einer kaum mehr aufzulösenden Zwickmühle: Entweder sie unterstützt Griechenland in der Hoffnung, dass deren Volkswirtschaft noch einmal die Kurve kriegt (was relativ unwahrscheinlich erscheint!) oder man muss wiederum einige der deutschen Kreditinstitute unterstützen, die sich in Griechenland als Kreditgeber engagiert haben! (Und vermutlich angemessen ihre Interssen gegenüber der Bundesregierung vertreten dürften!)
Statt nun aber der Öffentlichkeit das ganze "grausame" Szenario das sich mit der Kreditvergabe an Griechenland so oder so abzeichnet, der Öffentlichkeit nahezubringen, versucht die Regierung Merkel wieder nur scheibchenweise und medial wohl portioniert, der Öffentlichkeit ein politisch genehmes Bild der Situation zu zeichnen!- Was im Moment wohl der Wahl in NRW geschuldet ist!? - Und übersieht dabei, dass sie sich mit dem Taktieren auch zu diesem Thema als Bundesregierung nur noch weiter unglaubwürdig macht!
Griechenlandhilfe L. Hörselmann – 26.04.10
Das ist doch nicht zu Glauben!!!Die griechische Regierung zusammen mit den Banken haben den Staatsbankrot bewirkt.
Das Volk der Griechen hat das Geld gern genommen und will auch nicht davon ablassen.
Warum soll der kleine Bürger aus Deutschland für die Hellenen den Karren aus dem Feinstaub ziehen ?
Haben die denn das Ozonloch offen?
Die Griechen müssen die Suppe allein auslöffeln. Es geht auch uns Prinzip; sonst kommt als nächstes ein Staat aus dem z.B. Baltikum und will mindestens die gleichen Hilfen.
Das die Politiker so etwas zulassen. Das sind Zustände wie vor 500 Jahren hierzulande.
Hilfe für Griechenland? QoVadis1804 – 26.04.10
Wie kommen unsere "Volksvertreter" eigentlich dazu, den Willen des Volkes derart zu ignorieren - in allen Meinungsumfragen ist die große Mehrheit gegen eine solche Milliardenhilfe für Griechenland. Nach allem, was man inzwischen weiß, hat sich Griechenland vor 10 Jahren seine Aufnahme in die EU-Währungsgemeinschaft mit "geschönten" Bilanzen regelrecht erschlichen, und seitdem sind ständig Milliardenbeträge an Unterstützung nach Griechenland geflossen, die offensichtlich spurlos versickert sind. Und es wird doch niemand im Ernst damit rechnen, daß sich mit weiteren Milliardenhilfen an der Grundeinstellung der Griechen grundlegend etwas ändert!Vielen Dank, Herr Kohl, für Ihre blauäugige Europaseligkeit! Schade um unsere schöne D-Mark - die Schweizer sind die Einzigen, die es seit vielen Jahren richtig machen! Sie halten sich weitgehend aus allem heraus und fahren offensichtlich sehr gut damit...
Ich hoffe inständig, dass unsere "Politprofis" bei den kommenden Wahlen die Quittung bekommen!
Das Volk hat keine Lobby der Zweite – 26.04.10
@udio,mit Sicherheit nicht der einzige.
Einzig ist auch nicht das Vorgehen im Falle Schuldentilgung oder Schuldnerentlastung, das ganze hatten wir bereits bei der Bankenrettung. Da wurden ebenfalls Gewinne privatisiert und Schulden sozialisiert. Und auch dort hatte Merkel ihre Hand im Spiel.
Das Volk zahlen zu lassen ist billiger, denn das Volk hat keine Lobby und vergisst so leicht beim Wählen!
Und sie wissen nicht mehr was sie tun (sollen)! audio001 – 26.04.10
Im Grunde genommen ein Unding!- Die Banken als Gläubiger Griechenlands werden mehr oder weniger von allen Risiken freigestellt und die Steuerzahler müssen als unbeteilgte Dritte zahlen?Danke Frau Merkel, eine super Politik die sie als Regierungschefin vertreten. Da ist perspektivisch ja dann noch eine Menge zu erwarten!
Bin ich eigentlich der einzige, der das Ganze für politisch absolut schwachsinnig hält?