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Deutschland / Welt Reichste Deutsche will 100 Millionen spenden
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Reichste Deutsche will 100 Millionen spenden
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13:32 26.04.2016
Die BMW-Erbin Susanne Klatten will bis zu 100 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke spenden. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
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Berlin

"Mir geht es nicht nur darum, Geld zu spenden", sagte Klatten am Dienstag in Berlin zum Start ihrer Initiative Skala. Vielmehr wolle sie ihre Mittel "so wirkungsvoll wie möglich" einsetzen. Deshalb arbeite sie bei der Vergabe mit einem Beratungshaus zusammen und gründe keine eigene Organisation.

Klatten, Tochter der 2015 gestorbenen Johanna Quandt, gilt mit einem geschätzten Vermögen von 18,5 Milliarden US-Dollar als reichste Frau Deutschlands. Mit ihrem Bruder Stefan Quandt hält sie knapp die Hälfte der BMW-Stammaktien.

Die 100 Millionen Euro sollen bis zu 100 Menschen und Organisationen zugute kommen, die auf gesellschaftliche Herausforderungen "gute Antworten finden", wie Klatten sagte. Zuerst gefördert im Rahmen der neuen Initiative werden eine Demenz-Aufklärungskampagne (915.000 Euro), ein Paten-Projekt für benachteiligte Kinder in Berlin-Neukölln (371.000 Euro) und ein Fuldaer Job-Vorbereitungsprogramm für Flüchtlinge (482.000 Euro).

Susanne Klattens Skala-Initiative

"SKala": In dem Begriff stehen die Anfangsbuchstaben S und K für den Namen der Unternehmerin Susanne Klatten. Mit der gemeinnützigen Skala-Initiative plant die BMW-Großaktionärin in den kommenden fünf Jahren bis zu 100 Millionen Euro für Projekte bürgerschaftlichen Engagements zu spenden.

Gefördert werden sollen Projekte, die sich mit Inklusion und Teilhabe, den Herausforderungen der alternden Gesellschaft und der Förderung gesellschaftlichen Engagements beschäftigen. Ein Teil der Mittel soll auch in die Hilfe bei aktuellen oder "vergessenen" Katastrophen fließen.

Klatten arbeitet bei der Vergabe der Gelder mit dem Analyse- und Beratungshaus Phineo zusammen, einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft. Phineo wählt Organisationen aus und schlägt sie zur Förderung vor – dafür gehen drei Prozent der Fördersumme an das Beratungshaus.

dpa

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