Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Millionen für den Breitbandausbau
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Millionen für den Breitbandausbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:49 20.07.2015
Um den Breitbandausbau zu verbessern, kommen Erlöse aus der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen nun dem mobilen Internet zugute. Quelle: Symbolbild
Anzeige
Berlin

Davon werden noch die Umstellungskosten abgezogen, mit denen beispielsweise die Betreiber von drahtlosen Mikrofonanlagen in Theatern entschädigt werden, die nach der Frequenzumstellung ihre Ausrüstung neu beschaffen müssen. Danach bleiben für alle Bundesländer zusammen gut 626 Millionen Euro.

Diese Summe stammt unter anderem aus den Erlösen für bestimmte Frequenzen, die als „Digitale Dividende II“ bezeichnet werden. Investiert werden soll sie vor allem in den Breitbandausbau, etwa für Glasfasernetze. Der Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU), unterrichtete seine zuständigen Kollegen in den Bundesländern darüber, wie viel Geld ihnen zusteht. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies berichtete, dass 57 Millionen Euro nach Niedersachsen fließen werden. Zusammen mit Mitteln aus anderen Töpfen will die Landesregierung allerdings deutlich mehr Geld investieren, um die Lücken in der Breitbandversorgung zu schließen.

Das Geld wird nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt, der sich zu zwei Dritteln aus dem Steueraufkommen und zu einem Drittel aus der Bevölkerungszahl errechnet. In dem Schlüssel wird festgelegt, wie in der Bundesrepublik die einzelnen Länder an gemeinsamen Finanzierungen beteiligt werden. Er wird auch dazu verwendet, Asylbewerber auf die Bundesländer zu verteilen. Danach fließt mit knapp 133 Millionen Euro gut ein Fünftel der Gesamtsumme nach Nordrhein-Westfalen. Es folgen die wirtschaftsstarken Flächenländer Bayern mit 97,2 Millionen Euro (15,5 Prozent) und Baden-Württemberg mit 80,5 Millionen Euro (12,9 Prozent). Den kleinsten Anteil bekommt Bremen.

Der Bund wird seinen Anteil zusammen mit weiteren 1,4 Milliarden Euro aus dem Haushalt des Wirtschaftsministeriums in ein Förderprogramm investieren. Damit soll der Breitbandausbau in unterversorgten Gebieten gefördert werden, in denen sich diese Investition wirtschaftlich allein nicht lohnt.

Von Christoph Dernbach

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema
Niedersachsen Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen - 57 Millionen Euro extra für schnelles Internet

Neues Geld für den Ausbau des schnellen Internets in Niedersachsen: 57 Millionen Euro bekommt das Land aus den Einnahmen der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur. Das teilte am Donnerstag das Wirtschaftsministerium mit.

25.06.2015

Die Bundesnetzagentur versteigert ab Mittwoch in Mainz ein großes Frequenzpaket. Die Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefónica gehören zum Bieterkreis. Begehrt sind die Frequenzen deshalb, weil sie sich dazu eignen, das schnelle Internet in versorgungsschwache Regionen zu bringen.

26.05.2015

Neue Mobilfunkfrequenzen werden versteigert: Der Bund hofft auf Milliardeneinnahmen, die Kunden auf eine lückenlose Abdeckung. Mit den zusätzlichen Frequenzen sollen die Anbieter die letzten Funklöcher im Land schließen. Auch Niedersachsen ist von Funklöchern betroffen.

Stefan Winter 28.05.2015

Das schaffte bislang erst ein Unternehmen an der Tech-Börse Nasdaq: Google hat am Freitag 65 Milliarden Dollar (60 Mrd Euro) an Börsenwert dazugewonnen.

19.07.2015
Deutschland / Welt Leichte Entspannung im Schuldendrama - Griechische Banken öffnen wieder

Seit drei Wochen sind Griechenlands Banken geschlossen. Nun soll es endlich eine leichte Entspannung geben: Am Montag öffnen die Geldhäuser. Möglich machen das neue Hilfsmilliarden.

19.07.2015

Die Deutsche Bahn könnte nach Informationen der „Welt am Sonntag“ erstmals einen Vize-Chef bekommen. Demnach soll der Vorstand für Infrastruktur und Dienstleistungen, Volker Kefer, Stellvertreter von Rüdiger Grube werden. Zusätzlich werde künftig die Technik-Sparte wieder in seiner Verantwortung liegen. 

19.07.2015
Anzeige