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Liechtenstein

Millionenentschädigung für Steuerhinterzieher


In der Diskussion um den Ankauf von gestohlenen Bankdaten sorgt ein Urteil aus Liechtentsein für Aufsehen: Eine frühere Tochtergesellschaft der Fürstenbank LGT muss einem deutschen Steuersünder 7,3 Millionen Euro Entschädigung zahlen.

Der Hauptsitz der LGT in Liechtenstein.

© ap

In dem Urteil des fürstlichen Landgerichts in Liechtenstein heißt es, dass die damalige LGT-Treuhand AG den Kläger zu spät darüber informiert habe, dass seine Kundendaten und die von mehreren Hundert anderen Bundesbürgern gestohlen worden waren.

Der Datendieb war ein früherer Mitarbeiter, der die CD mit den Daten für 4,5 Millionen Euro dem Bundesnachrichtendienst verkauft hatte. Dadurch war vor zwei Jahren unter anderen Post-Chef Klaus Zumwinkel als Steuersünder aufgeflogen.

Weil mehrere Bundesbürger ähnliche Klagen planen, sei das Urteil mit Spannung erwartet worden, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Die Argumentation der enttarnten Steuersünder ist demnach im Wesentlichen dieselbe: Hätte die LGT Treuhand sie unverzüglich über den Datenklau informiert, hätten sie sich selbst beim deutschen Fiskus anzeigen oder von einer zeitweiligen Amnestie profitieren können. Dadurch wären sie mit geringeren Geldstrafen weggekommen als dies nach ihrer Enttarnung der Fall ist.

Das fürstliche Landgericht in Vaduz bewertete dies dem Bericht zufolge ähnlich und gab damit dem Kläger Recht. Das Urteil aus Vaduz sei noch nicht rechtskräftig, die Nachfolgegesellschaft der LGT Treuhand, die Fiduco Treuhand AG, habe Berufung angekündigt.

ap

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  • Selbstverständlich jürgen – 08.02.10
    Das ist keine Gesetzeslücke sondern faire Rechtsprechung. Wo ist das Problem? Anscheinend sind hier einige total verblendet und möchten jeden vorgeblichen Bürger, der mehr als 1 euro besitzt verhaftet sehen
  • Genau so ist es richtig... Cashman – 08.02.10
    Auch wenn es einige mangels Wissen und/oder Geldes nicht verstehen wollen, wenn eine Bank Geld von Kunden annimmt, hat sie bestimmte Pflichten. Dazu gehört es auch, Kunden sofort zu informieren, wenn jemand mit den Daten Schindluder treibt, das ist in Lichtenstein so und in anderen Staaten; eine Gesetzeslücke ist das auch nicht, sondern eine Rechtspflicht und völlig unabhängig davon, ob das Geld bei der Steuer angegeben wird oder nicht.
    Bin ich froh, dass der Pöbel hier nicht das Sagen hat...
  • Lücken im Gesetz Walter – 08.02.10
    Das alles ist doch nur möglich, weil alle Staaten riesige Schlupflöcher im Gesetz haben. Es wäre an der Zeit, den Steuerbetrügern das Handwerk zu legen. Das kann doch so schwer nicht sein
  • Ich glaube ich träume meteor – 08.02.10
    das heißt also: Der, der Schmiere gestanden hat, muss dem Dieb seine Beute ersetzen, weil er nicht rechtzeitig gepfiffen hat. Das kann doch nicht war sein!
  • Waaaaaas? demütiger diener von Finanzia, Gottheit des Geldes – 08.02.10
    Das kann nicht wahr sein. Die begehen bei uns ne Straftat und klagen in nen andereren Staat das sie nicht früh genug gewarnt worden sind das sie auffliegen und bekommen auch noch recht? Und dann auch noch ne dicke Entschädigung? Wird mich nicht mal wundern wenn bei -Steuernachzahlung -Strafe +Entschädidung am eine sogar ein kleines plus, mindestesten aber plus/minus 0 raus kommt.

    Geld scheint anderes Geld wirklich magisch anzuziehen. Ich gebe hiermit den Atheismus auf und unterwerfe mich der Gottheit des Geldes. Ihre Herrlichkeit und ihr glanz mögen mich erleuchten und mich auf die Juwelen gesäumten Pfade des Reichtums führen. Ich werde ihr meine Opfer darbieten, in dem ich 500Euro Scheine zum anzünden der feinsten cubanischen Zigarren verwende und mich ihrer niemals versündigen in dem ich dem Fiskus nur das nötigste abführe und niemals den Armen und Bedürftigen helfe, denn sie sind ihrem wundervollen Antlitz nicht wert.
    Amen
  • Satire wie sie im Buche steht Deus – 08.02.10
    Ich hau mich weg. Was soll man dazu noch sagen??? Steuerhinterziehung lohnt sich offensichtlich immer - selbst wenn man erwischt wird... grandios!!!
  • Bonzen-Irrsinn Guillotineur – 08.02.10
    Ist das nicht krank?

    Denen ist Gerechtigkeit doch sonst immer egal gewesen. Wie so dann jetzt so etwas anfechten?

    Diesen Geld-Junkies scheint Herz, Hirn und Dickdarm in sich vertauscht zu sein.

    Von Reue keine Spur.

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