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Nach Germanwings nun die Lufthansa

Nach Germanwings nun die Lufthansa

Nach dem Streik bei Germanwings nehmen die Piloten jetzt auch den Mutterkonzern Lufthansa selbst ins Visier. „Wir schließen am Wochenende und Anfang nächster Woche Streiks bei Lufthansa und Lufthansa Cargo nicht aus“, sagte Markus Wahl, Vorstand der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit.

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Die Lufthansa zeigte sich auch nach dem Streik kompromisslos. „Wir haben ein konkretes Angebot vorgelegt“, sagte ein Konzernsprecher.

Quelle: dpa

Es habe keine Annäherung mit dem Lufthansa-Management in dem Tarifstreit gegeben, in dem die 5400 Piloten die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente fordern. Jede Aktion werde einen Tag vorher angekündigt.

Die Lufthansa zeigte sich auch nach dem Streik kompromisslos. „Wir haben ein konkretes Angebot vorgelegt“, sagte ein Konzernsprecher. Es liege in der Verantwortung der Gewerkschaft, den Streik zu beenden.
Gestern Vormittag legten zunächst die Piloten der Billigfluglinie Germanwings die Arbeit für sechs Stunden nieder. Insgesamt seien 15 000 Passagiere betroffen gewesen, 116 Flüge der 164 geplanten Flüge fielen aus, sagte ein Unternehmenssprecher. Von dem Ausstand der Piloten waren besonders die Airports in Köln und Stuttgart betroffen.

Die Fluggesellschaft strich vor allem innerdeutsche Flüge, auf denen die Gäste auf die Bahn ausweichen konnten. In Hannover traf das zwei Flüge nach Stuttgart. Nahezu alle Verbindungen in die Urlaubsgebiete konnte Germanwings aufrechterhalten. Dazu seien auch Flugkapitäne eingesetzt worden, die im Management arbeiteten. Dennoch fielen in Hannover die Flüge nach London und Mailand aus. Auswirkungen auf den übrigen Flugverkehr habe es durch die Flugausfälle nicht gegeben, erklärte ein Sprecher des Flughafens Hannover.

Viele Reisende hätten bereits im Vorfeld der Streikankündigung umgebucht oder storniert, teilte Germanwings mit. Der finanzielle Schaden liege bereits in einem zweistelligen Millionenbereich. Neben den direkten Streikkosten schlage auch zu Buche, dass seit Ankündigung des Ausstands die Flugbuchungen zurückgingen, hieß es.

Mit dem Streik verlieh die Vereinigung Cockpit der Forderung nach einer Beibehaltung einer betriebsinternen Frührente Nachdruck. Die Lufthansa will das Renteneintrittsalter erhöhen und die Piloten an der Finanzierung beteiligen. Bislang konnten Piloten mit 55 Jahren in Rente gehen – sie erhielten dann bis zu 60 Prozent ihrer letzten Bezüge. Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den Vorruhestand. Lufthansa würde es gerne sehen, wenn ihre Piloten im Schnitt erst mit 61 Jahren ausscheiden. Die aktuelle Regelung zur Übergangsrente will die Airline bis 2016 beibehalten, um ausreichend Zeit für Verhandlungen zu haben.

Ihre Schlagkraft hatte die Gewerkschaft bereits im April unter Beweis gestellt, als die Piloten die Arbeit für drei Tage niederlegten. Damals musste die Kranich-Linie 3800 Flüge annullieren, insgesamt waren 425 000 Passagiere betroffen.

von Peter Maushagen

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