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So eklig ist das Essen in deutschen Raststätten

"Team Wallraff" deckt auf So eklig ist das Essen in deutschen Raststätten

Abgelaufene Lebensmittel in der Auslage, überteuerte Preise, überwachte Mitarbeiter: Nach den Recherchen von "Team Wallraff" steht das Unternehmen "Tank und Rast" in der Kritik und räumt Qualitätsmängel ein. Erste Pächter wurden von dem Unternehmen bereits abgemahnt.

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Das "Team Wallraff" hat Qualitätsmängel an deutschen Raststätten aufgedeckt.

Quelle: screenshot/RTL

Sieben Monate recherchierte das "Team Wallraff" für die gleichnamige RTL-Sendung verdeckt an deutschen Autobahnraststätten. Die Ergebnisse sind erschreckend: Wie die Sendung am Montagabend berichtete, werden Hygienemängel und Gesundheitsrisiken für den Verbraucher zugunsten der Gewinnsteigerung wissentllich hingenommen. Verkauft werde unabhängig vom Verfallsdatum der Ware. Und auch Produkte, die schon deutlich länger als erlaubt in der Auslage liegen, werden den ahnungslosen Raststättenbesuchern noch angeboten.

Lebensmittel wurden umetikettiert

Für die Sendung arbeiteten zwei Journalistinnen an unterschiedlichen Standorten des Unternehmens "Tank und Rast" und dokumentierten ihre tägliche Arbeit. Besonders alarmierend war eine Szene aus der Raststätte Auerswalder Blick Nord (Sachsen). Die Wurst von belegten Brötchen, die ihre Auslagezeit von drei Stunden deutlich überschritten hatten, wurde als Einlage einer Soljanka-Suppe einfach weiterverwendet. Außerdem deckten die Reporter auf, dass an manchen Stationen teils abgelaufene Lebensmittel umetikettiert und weiterverwendet wurden. Zudem seien Mitarbeiter mit Kameras überwacht worden.

"Tank und Rast" räumt Qualitätsmängel ein

Der Raststättenbetreiber "Tank und Rast" hat nach dem TV-Bericht Qualitätsmängel an einigen Stationen eingeräumt und in vier Fällen auch Pächter von Raststätten abgemahnt. "Es wurden unmittelbar Sofortmaßnahmen ergriffen, um festgestellte Mängel abzustellen und die Einhaltung der klaren Qualitätsstandards und Hygienevorgaben sicher zu stellen", teilte das Unternehmen mit.

Welche Mängel genau zu den Abmahnungen geführt haben und welche Folgen die Pächter zu befürchten haben ist offen. "Tank und Rast" war für Nachfragen zunächst nicht zu erreichen. Laut des Unternehmens gehe es um Einzelfälle. "Eigene Untersuchungen zeigen, dass die große Mehrheit der Pächter sich an unsere Vorgaben hält", sagte Firmenchef Karl Rolfes.

Pächter wurden abgemahnt

"Tank und Rast" habe in den vergangenen Wochen durch Hinweise von Mängeln erfahren und zusätzliche Kontrollen veranlasst. "In vier Fällen wurden die betroffenen Pächter oder deren Verantwortliche von Tank und Rast abgemahnt", heißt es in der Mitteilung. Das Unternehmen betreibt 390 der bundesweit rund 435 Raststätten, 200 davon unter der Marke Serways. Auch die Toilettenmarke Sanifair gehört zum Konzern.

dpa/RND/mat

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