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Nebenkosten gesunken – für viele Mieter gibt es Geld zurück

Milder Winter und sinkende Energiepreise Nebenkosten gesunken – für viele Mieter gibt es Geld zurück

Schöne Überraschung für Mieter in Niedersachsen: Wenn sie in den nächsten Wochen die Betriebskosten-Abrechnung von ihren Vermietern erhalten, können viele von ihnen mit Rückzahlungen für 2014 rechnen. Grund ist der geringere Verbrauch von Heizenergie in den Haushalten.

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Quelle: dpa

Hannover/Berlin . Das berichtete Klaus Töle vom Landesverband Niedersachsen des Deutschen Mieterbundes am Montag. Verantwortlich dafür sei vor allem der milde Winter 2013/14 gewesen. Zudem hätten sich der Verfall der Rohölpreise und in der Folge der Preise für Erdgas kostendämpfend ausgewirkt.

Bei den Stadtwerken Hannover etwa liegt die letzte Gaspreiserhöhung schon fast drei Jahre zurück, wie eine Sprecherin der HAZ sagte. Und eine Preisanhebung sei vorerst nicht in Sicht. Nach Schätzung der Mieterbund-Zentrale in Berlin dürften Mieter im vergangenen Jahr 20 bis 25 Prozent weniger Heizenergie verbraucht haben. Die Heizkosten sind laut Töle „der größte Brocken“ in den Nebenkosten, die zur monatlichen Kaltmiete hinzukommen. Für Hannover beispielsweise beliefen sich die Kosten für Heizung auf durchschnittlich 1,11 Euro je Quadratmeter im Monat, fast die Hälfte der gesamten Betriebskosten von 2,30 Euro im Schnitt.

Gesetzlich geregelt

Die Betriebskostenabrechnung hält oft böse Überraschungen bereit. Der Vermieter darf aber nicht einfach alle anfallenden Kosten auf seine Mieter umlegen. Was der Mieter mittragen muss, ist gesetzlich geregelt – unter anderem in Paragraf 2 der Betriebskostenverordnung. Nicht dazu gehören zum Beispiel Kosten für die Verwaltung des Gebäudes und für Reparaturen oder Instandhaltung. Streitigkeiten über die Betriebskostenabrechnungen beschäftigen trotzdem immer wieder die Gerichte. Offenbar aus gutem Grund. Der Mieterbund warnt: Jede zweite von jährlich Hunderttausenden überprüften Abrechnungen sei falsch, unplausibel oder unvollständig.

Insgesamt 17 Positionen listet die Betriebskostenverordnung auf. Unterschieden werden nach Angaben des Mieterbundes „warme Betriebskosten“ für Heizung und Warmwasser und „kalte Betriebskosten“. Dazu zählen etwa Abwasser, Müllabfuhr, Treppenreinigung, Gartenpflege und Grundsteuer. Hier habe es 2014 in Niedersachsen keine Entlastung gegeben, berichtet Klaus Töle. In Hannover ist die Grundsteuer im vergangenen Jahr auf Beschluss des Rates der Stadt sogar gestiegen. Aber das werde derzeit durch die geringeren Heizkosten mehr als wettgemacht.

Weil die gesamten Nebenkosten mittlerweile einen erheblichen Anteil an den Wohnkosten ausmachen, werden sie auch als „zweite Miete“ bezeichnet. Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung fallen in Hannover im Schnitt gut 2200 Euro im Jahr an Nebenkosten an, wie Töle berichtet. Im Bundesdurchschnitt sind es nach Angaben des Mieterbundes sogar mehr als 3100 Euro. Das sei etwa ein Viertel der gesamten Wohnkosten.

Die Wohnungswirtschaft sieht in den Betriebskosten den Hauptgrund für die steigende Mietbelastung. Immer wieder wurde deshalb eine Begrenzung der Nebenkosten gefordert. Der Deutsche Mieterbund hält das für keine gute Lösung. In Wahrheit seien die Nebenkosten stabil, die Mietbelastung steige durch höhere Kaltmieten, sagt der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz.

Von Carola Böse-Fischer und Theresa Münch

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Gesunkene Ölpreise

Das wird viele Mieter freuen: Millionen von ihnen können für 2015 mit der Rückzahlung von Heizkosten rechnen. Rückzahlungen seien wahrscheinlich, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds, Ulrich Ropertz, der "Bild"-Zeitung vom Montag. Grund seien gesunkene Ölpreise.

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