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Möge die Marktmacht mit dir sein

Film beflügelt Spielzeugindustrie Möge die Marktmacht mit dir sein

"Star Wars" beschert der Spielzeugbranche Umsatzrekorde. In China läuft die Produktion auf Hochtouren – die Fabriken schieben Sonderschichten. Und trotzdem befürchten die Unternehmen, dass der Bestand nicht bis Weihnachten reicht.

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Star Wars-Spielzeug in allen Farben und Formen: Darth Vader gibt es nicht nur als Maske, sondern auch als Spielfigur und sogar als Uhr.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. Chinas Spielwarenindustrie hat schwierige Jahre hinter sich. Zwar werden weiter 75 Prozent des weltweit verkauften Spielzeugs in der Volksrepublik hergestellt. Doch Kinder sind heute viel weniger interessiert an Baukästen, Puppen und Spielfiguren aus Plastik als noch vor zehn Jahren. Lieber vergnügen sie sich mit Konsolen und Spiele-Apps auf den Smartphones ihrer Eltern. Eigentlich.

Zwischenhoch für angeschlagene Spielzeugindustrie

Im Moment aber erlebt die chinesische Spielwarenindustrie ein Zwischenhoch. Der Grund: Am 17. Dezember läuft in den Kinos weltweit der siebte Film der "Star-Wars"-Reihe an: "Das Erwachen der Macht" Er soll der umsatzstärkste Film aller Zeiten werden. Und damit das klappt, rührt der Disney-Konzern, dem die Markenrechte an der Weltraum-Saga gehören, kräftig die Werbetrommel. Denn auch in den Spielzeugläden sollen die Kassen klingeln, und zwar mit "Star-Wars"-Merchandise. Fast alles davon kommt aus China.

Nach Angaben des Marktfoschungsinstituts IHS darf die Spielwarenindustrie bis zum Jahresende mit einem Umsatz von 3 Milliarden US-Dollar durch "Star-Wars"-Artikel rechnen. Allein in den USA werden die Spielzeugimporte 2015 um 11 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.

Das Angebot reicht von Laserschwertern über Sturmtruppenkostüme und Yoda-Mäntel für Hunde bis zu Lego-Bausätzen. Auch die deutsche Spielwarenbranche rechnet mit guten Geschäften. Allein im Oktober habe der Spielwaren-Lizenzbereich bereits um die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, erklärte Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels.

Bestand reicht nicht bis Weihnachten

In China läuft die Produktion der Spielzeugfabriken auf Hochtouren. Zulieferer etwa von Hasbro müssen seit Monaten Sonderschichten einlegen. Das Unternehmen teilte mit, dass der Bestand bis Weihnachten trotzdem womöglich nicht reichen werde. Der "Star-Wars"-Hype zeigt sich auch bei der Containerschifffahrt. Laserschwerter und "Star-Wars"-Kostüme sorgen für spürbar ausgelastete Schiffe.

Und der Boom soll auch im nächsten Jahr anhalten. Chinesische Spielzeugproduzenten haben sogar zugesagt, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen. Der achte Teil der "Star-Wars"-Saga ist ja bereits für Frühjahr 2017 vorgesehen.

Von Felix Lee

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