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Weniger Praktikumsplätze nach Mindestlohneinführung

Niedrigeres Budget Weniger Praktikumsplätze nach Mindestlohneinführung

Die Einführung des Mindestlohns hat das Angebot an Praktikumsplätzen einer Unternehmensumfrage zufolge stark geschmälert.

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Künftig dürfte es immer schwerer werden, einen Praktikumsplatz zu finden.

Quelle: Jens Büttner/dpa

München. Der Anteil von Firmen, die freiwillige Praktika anbieten, habe sich seither von 70 auf 34 Prozent praktisch halbiert, teilte das Münchner Ifo-Institut am Freitag mit. Auch bei den Pflichtpraktika sank der Anteil der dazu bereiten Unternehmen demnach stark ab.

Das Ifo-Institut befragt in Kooperation mit dem Arbeitsvermittler Randstad vierteljährlich mehr als 1000 Personalleiter. Vor Einführung des Mindestlohns boten demnach noch 62 Prozent aller Firmen Plätze für ein im Rahmen der Studien- oder Ausbildungsordnung vorgeschriebenes Praktikum an - zuletzt waren es nur noch 34 Prozent.

Geschrumpftes Budget ist der Hauptgrund

Bei den Firmen sinke die Bereitschaft "durchgängig in allen Größenklassen", teilte das Ifo mit. Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten reagieren demnach auf den Mindestlohn ebenso wie solche mit weniger als 50 Mitarbeitern und bieten weniger Praktikumsplätze. Bei kleineren Betrieben sei der Anteil der Firmen, die Pflichtpraktika anbieten, von knapp der Hälfte auf 21 Prozent gerutscht.

Vom Mindestlohn ausgenommen sind Pflichtpraktika im Rahmen der Studien- oder Ausbildungsordnung sowie freiwillige Praktika bis zu drei Monaten vor oder während einer Berufs- oder Hochschulausbildung. Dem Ifo zufolge geben die Unternehmen ein geschrumpftes Personalbudget als Hauptgrund für das Verknappen ihrer Praktikumsplätze an. Beklagt hätten die Personaler außerdem "zusätzliche Dokumentationspflichten sowie eine Unsicherheit über die Abgrenzung zwischen freiwilligen und verpflichtenden Praktika".

afp

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