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Deutschland / Welt Nord/LB scheut die Verjüngung
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Nord/LB scheut die Verjüngung
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00:15 29.03.2016
Von Jens Heitmann
Norddeutschlands größte Landesbank NordLB in Hannover. Quelle: dpa
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Hannover

Kapitalmarktvorstand Hinrich Holm soll dem Vernehmen nach Bürkles Stellvertreter werden. Die Position des Vize war bei der Nord/LB seit dem Weggang von Johannes-Jörg Riegler nicht mehr besetzt. Riegler hatte als Nachfolgekandidat von Dunkel gegolten – er ist jedoch vor zwei Jahren an die Spitze der BayernLB gewechselt.

Mit der Wahl von Bürkle verzichten die Träger der Nord/LB auf einen Generationswechsel. Der Manager ist mit 63 Jahren genauso alt wie Dunkel, der zum Jahresende aus dem Amt scheiden will. Bürkle kam Anfang 2014 in den Vorstand der drittgrößten deutschen Landesbank. Zuvor hatte er die Tochter Deutsche Hypo und die frühere Nord/LB-Beteiligung in Kopenhagen – die DNB Nord – geführt.

Der Lebenslauf von Bürkle liest sich nicht wie der eines typischen Landesbankers – der gebürtige Freiburger ist in seiner Karriere in der Welt herumgekommen: Neben Dänemark finden sich Stationen in Thailand, Tschechien, Litauen und den USA. In seiner Jugend war Bürkle ein ambitionierter Schwimmer, heute gilt er als leidenschaftlicher Harley-Davidson-Fahrer.

Die Entscheidung für Holm als Nord/LB-Vize gilt innerhalb der Bank als Fingerzeig für die Zukunft: Der 50-Jährige könnte in einem überschaubaren Zeitraum die Nachfolge von Bürkle antreten. Interne Lösungen sind bei der Bank nicht ungewöhnlich – auch Dunkel hatte bereits zwölf Jahre im Vorstand gesessen, bevor er 2009 zum Chef ausgerufen wurde. Dies war auf dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise, wenige Monate nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers. Sein Vorgänger Hannes Rehm rückte seinerzeit an die Spitze des Bankenrettungsfonds Soffin.

Die Suche nach einem Nachfolger für Dunkel hat sich über mehrere Monate hingezogen. Innerhalb der Bank zeigte man sich überrascht, dass das Finanzministerium die Personalie Bürkle noch vor Ostern bestätigte. Das Land Niedersachsen ist mit knapp 60 Prozent der größte Anteilseigner, dem hiesigen Sparkassenverband gehören 26 Prozent. Weitere Eigentümer sind das Land Sachsen-Anhalt sowie der dortige Sparkassen-Verband und der von Mecklenburg-Vorpommern.

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