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Deutschland / Welt Paydirekt schließt zu Paypal auf - ganz langsam
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Paydirekt schließt zu Paypal auf - ganz langsam
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00:16 07.12.2016
Von Albrecht Scheuermann
„Eine ganz gute Bandbreite“: 420 Händler bieten das Bezahlverfahren ihren Kunden bereits an. Quelle: Paydirekt/DM
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Hannover

Rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft haben auch bekannte Namen des Einzelhandels Paydirekt als Bezahlvariante integriert. Tatsächlich genutzt wird das System bislang jedoch nur in bescheidenem Umfang.

Teilnehmer werden prominenter

Die Drogeriemarktkette DM freut sich laut Geschäftsführer Martin Dallmeier, „Paydirekt als eine weitere Bezahloption anbieten zu können. Denn Paydirekt verbindet höchste Sicherheitskriterien mit einer einfachen Handhabung für unsere Kunden.“ Das von den deutschen Banken und Sparkassen entwickelte Bezahlverfahren ist erst seit vergangenem Jahr auf dem Markt, gewinnt jetzt aber nach eigenen Angaben laufend neue Partner. Inzwischen böten 420 Händler ihren Kunden fürs Bezahlen diese Option an, hieß es. Während anfangs aber eher unbekannte Namen die Liste zierten, finden sich darauf nun auch prominente Teilnehmer. Zum Beispiel haben kürzlich die beiden Metro-Töchter Saturn und Mediamarkt Paydirekt in ihre Onlineshops integriert.

Eine Paydirekt-Sprecherin sagte, dass demnächst weitere bekannte Unternehmen dazustießen. Es gebe bereits eine „ganz gute Bandbreite“ bei den Branchen, die Entwicklung sei „sehr dynamisch“. Auch die Zahl der Nutzer gehe nach oben, wozu vor allem der Einstieg der Sparkassen im Frühjahr beigetragen habe.

Derzeit sind laut Paydirekt etwa 800 000 Nutzer bei rund 1400 teilnehmenden Banken und Sparkassen registriert. Jede Woche komme derzeit eine fünfstellige Zahlen von neuen Nutzern hinzu, hieß es. Wie viele Transaktionen damit aber tatsächlich abgewickelt werden, bleibt im Dunkeln. „Diese Zahlen veröffentlichen wir nicht“, sagte die Sprecherin.

100 Millionen Euro investiert

Der deutsche Anbieter ist jedenfalls weiterhin meilenweit von der Position des globalen Marktführers Paypal entfernt, der die Zahl der Nutzer allein in Deutschland auf mehr als 16 Millionen beziffert. Daneben werden den Konsumenten bei den meisten Onlineshops aber noch weitere Bezahlformen angeboten. Dazu gehören Amazon Payments, Barzahlen.de, Giropay oder Sofortüberweisung.de. Da die Konkurrenzangebote zum Teil schon viel länger als Paydirekt auf dem Markt sind, haben sie einen großen Vorsprung.

Allerdings wollen die deutschen Banken und Sparkassen nun noch einmal verstärkt auf die Vorteile des eigenen Systems aufmerksam machen, in das sie immerhin 100 Millionen Euro investiert haben. Dann werde es sich auszahlen, lautet die Hoffnung. „Das braucht seine Zeit“, meinte die Paydirekt-Sprecherin zur Geschäftsentwicklung.

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