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Deutschland / Welt Telekom schummelt mit Paypack-Punkten
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Telekom schummelt mit Paypack-Punkten
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09:37 07.09.2016
Bei der Deutschen Telekom hat es Betrügereien mit Payback-Punkten gegeben. Quelle: Oliver Berg/dpa
Bonn

Bei der Deutschen Telekom hat es Betrügereien mit Payback-Punkten gegeben. "Die Vorgänge verteilen sich über ganz Deutschland", sagte ein Unternehmenssprecher der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Demnach informierten Mitarbeiter bei Abschluss eines Telekom-Vertrags Kunden nicht über das Bonusprogramm und buchten stattdessen die Punkte auf ihre eigenen Karten. Dem Bericht zufolge gibt es im Regelfall 5000 Punkte – Geldwert 50 Euro – für einen Handyvertrag.

Laut "Bild" schrieben sich 120 Telekom-Kundenbetreuer seit Ende 2014 in tausenden Fällen mehr als 40 Millionen Punkte für Vertragsabschlüsse selbst gut. Das entspreche einem Wert von 400.000 Euro. Sogar Auszubildende seien angestiftet worden, die Punkte auf die Karte des Shopleiters zu buchen, zitierte die Zeitung eine Mitarbeiterin. Aufgefallen sei der Betrug, nachdem sich eine Telekom-Mitarbeiterin mehrfach wöchentlich mit Payback-Karten eindeckte.

Telekom fordert Schaden zurück

Die Telekom fordert den Schaden nun von ihren Mitarbeitern zurück. Zudem müsse jeder Mitarbeiter eine Erklärung unterschreiben, wonach nicht in Anspruch genommene Vergünstigungen der Kunden nicht auf eigene Bonuskartenkonten gebucht werden, erklärte das Unternehmen.

Mehr als 20 Millionen Deutsche nutzen das Bonusprogramm regelmäßig bei über 600 Partnern. Neben der Telekom beteiligen sich auch Burger King, Lufthansa und Rewe an dem Kundenkarten-System. Der Gegenwert eines Payback-Punktes beträgt einen Cent. Punkte können gegen Sachprämien eingetauscht werden. Auch eine Barauszahlung des Guthabens ist teilweise möglich.

afp/RND/are

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