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„Petersburger Dialog“ soll Wirtschaftsbeziehungen festigen

Deutsch-russische Gespräche „Petersburger Dialog“ soll Wirtschaftsbeziehungen festigen

Der deutsch-russische „Petersburger Dialog“ soll auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern festigen. Im Anschluss der deutsch-russischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Hannover sollen Vereinbarungen von Unternehmen unterzeichnet werden, die deutsch-russische Geschäfte besiegeln wollen.

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Für die niedersächsische Wirtschaft gehört Russland seit vielen Jahren zu den wichtigsten Handelspartnern außerhalb der EU.

Quelle: dpa

Hannover. Der deutsch-russische „Petersburger Dialog“ soll auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern festigen. Seit Sonntag diskutieren Vetreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Kirchen beider Länder in Wolfsburg und Hannover über verschiedene Aspekte der Zusammenarbeit. Im Anschluss der deutsch-russischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Hannover sollen Vereinbarungen von Unternehmen unterzeichnet werden, die deutsch-russische Geschäfte besiegeln wollen.

Ministerpräsident David McAllister (CDU) sprach zum Auftakt der Gespräche am Sonntag von „zahlreichen Brücken zwischen Niedersachsen und Russland“. Unter anderem habe das Land Partnerschaften mit rund 30 Städten und Gemeinden, und etwa 300 niedersächsische Unternehmen seien in Russland tätig. Die deutsche Wirtschaft sieht weiter große Chancen bei der Modernisierung veralteter russischer Betriebe.

Für die niedersächsische Wirtschaft gehört Russland seit vielen Jahren zu den wichtigsten Handelspartnern außerhalb der EU. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von zwei Milliarden Euro nach Russland ausgeführt. Dem stand eine Einfuhr aus der russischen Föderation in Höhe von 1,7 Milliarden Euro gegenüber. Wichtigste Exportgüter aus Niedersachsen sind Autos und landwirtschaftliche Maschinen. Beim Import stehen mit einem Anteil von über 30 Prozent Erdöl und Erdgas an erster Stelle.

Neben dem VW-Werk in Kaluga arbeiten vor allem die Agrar- und Ernährungsindustrie sowie die Zulieferer für die Erdöl- und Erdgasgewinnung in Russland. Noch immer mangele es dort aber an einem dynamischen Mittelstand, und eine lockere Geldpolitik treibe die Inflation nach oben, heißt es bei der Industrie- und Handelskammer in Hannover. Dennoch sähen viele niedersächsische Unternehmen in den vergangenen Monaten wieder bessere Geschäftsaussichten in Russland. Durch den Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise sei die Kaufkraft russischer Kunden gestiegen, und auch die Bestellungen im gewerblichen Bereich zögen wieder an.

Der Präsident der IHK Hannover, Hannes Rehm, sagte kürzlich, es sollte Ziel der niedersächsischen Wirtschaftspolitik bleiben, über möglichst vielfältige Kontakte und regelmäßige Delegationsreisen nach Russland die geschäftlichen Perspektiven zu verbessern. Dazu könne auch die Beteiligung niedersächsischer Unternehmen an der Industriemesse Ende September in Moskau beitragen, die die Deutsche Messe Hannover organisiert und die von Landeswirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) eröffnet wird. Möglichkeiten böten auch die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, für die umfangreiche Infrastrukturprojekte umgesetzt werden müssten.

frx/dpa

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