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Deutschland / Welt Piëch verhandelt über Ausstieg bei VW
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Piëch verhandelt über Ausstieg bei VW
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16:49 17.03.2017
Großaktionär und Firmenpatriarch Ferdinand Piëch. Quelle: dpa
Wolfsburg

Bei Volkswagen bahnt sich eine Überraschung an: Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet, will Ferdinand Piëch seinen Anteil am VW-Konzern verkaufen. Er verhandle darüber auch schon mit den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch.

Die Porsche SE bestätigte die Verhandlungen der Familien mit Ferdinand Piëch über einen Ankauf seiner Anteile. „Ob es zu den vorgenannten Veränderungen der Aktionärsstruktur der Porsche Automobil Holding SE kommt, ist aktuell nicht abzusehen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Familien Porsche und Piëch hätten ein großes Interesse an der Übernahme, weil sie verhindern wollten, dass ein familienfremder Investor Stammaktien und damit Stimmrechte erwerbe, schreibt der „Spiegel“. Von Ferdinand Piëch gibt es dazu bisher keine Stellungnahme.

Aktien im Wert von etwa einer Milliarde Euro

Die Aktien des 79-Jährigen hätten einen Wert von etwa einer Milliarde Euro, berichtet der „Spiegel“. Piëch hält 14,7 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE, die wiederum über 52 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern verfügt, schreibt die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“.

VW-Patriarch Ferdinand Piech war bis April 2015 langjähriger VW-Aufsichtsratschef und galt als mächtigster Mann bei Volkswagen. Nach Machtkampf mit dem damaligen Konzernchef Martin Winterkorn trat er zurück. Zuletzt waren Mitglieder der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch auf Distanz zu Ferdinand Piëch gegangen.

Der ehemalige VW-Aufsichtsratschef hatte zuvor laut Medienberichten bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt, er habe das Präsidium des VW-Aufsichtsrats frühzeitig auf die Diesel-Probleme in den USA hingewiesen. In den Familien wurde diskutiert, ob Ferdinand Piëch seinen Aufsichtsratsposten bei der Porsche SE behalten soll.

Von WAZ/htz/RND

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