Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Privathaushalte suchen oft vergeblich Haushaltshilfen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Privathaushalte suchen oft vergeblich Haushaltshilfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:19 31.08.2018
Eine Frau gibt in Hamburg ihrer Putzfrau Geld. Quelle: Christin Klose/dpa
Hannover

Nach einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gibt es in Deutschland zu wenige Haushaltshilfen. „Angesichts eines immer weiteren Anstiegs der Frauen- aber auch Männererwerbstätigkeit ist der Wunsch nach Entlastung im Haushalt zwar groß, aber das Angebot offensichtlich knapp“, heißt es in der Studie, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Immer mehr Haushalte würden vergeblich nach einer Hilfe suchen.

Das IW beruft sich in seiner Analyse auf eigene Berechnungen auf Grundlage von Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). „Im Jahr 2015 beschäftigten 4,3 Millionen Haushalte eine Hilfe. Im Jahr 2017 waren dies nur noch 3,75 Millionen“, so die Forscher. Der Rückgang lasse sich vor allem mit einem geringeren Angebot an Hilfen an.

Laut Studie melden 88 Prozent der Haushalte ihre Hilfen nicht an. Zum Vergleich: 2005 waren es noch 93 Prozent. 2017 hätten 305.000 Minijobber in Privathaushalten gearbeitet – fast drei Mal so viele wie 2005. Hinzu kämen 47.845 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in diesem Bereich sowie eine geschätzte Anzahl von rund 20.000 Selbstständigen, die auf eigene Rechnung in Privathaushalten putzen, waschen und aufräumen. Bis zu 90 Prozent der angemeldeten Hilfen sind laut Studie Frauen.

Bei der Beschäftigung von Haushaltshilfen gibt es große regionale Unterschiede. „Während in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen mehr als jeder 10. Haushalt eine Putzhilfe beschäftigt, sind dies in Ostdeutschland weniger als jeder 20. Haushalt“, so die IW-Forscher.

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Deutschland gibt es zu wenig Haushaltshilfen. Das offenbart eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft.

31.08.2018

Strengere Prüfverfahren bei Abgas und Verbrauch stressen die Autohersteller – und bedeuten längere Lieferzeiten für viele Kunden. Bei Volkswagen fehlen Freigaben ausgerechnet für volumenstarke Modelle wie Golf oder Tiguan. Das soll sich bald ändern.

30.08.2018

Amsterdam statt London: Der Elektronikhersteller Panasonic verlegt seinen Europasitz – weil wegen des Brexits ansonsten drastische Strafen drohten. Es gibt aber auch noch einen anderen Grund.

30.08.2018