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RWE steht vor Verkauf des Stromnetzes

Energiewende RWE steht vor Verkauf des Stromnetzes

Der Energiekonzern RWE steht offenbar unmittelbar vor dem Verkauf seiner Stromnetztochter Amprion. „Das Geschäft wird in den kommenden Tagen abgeschlossen“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch. Finanzkreisen zufolge will ein von der Commerzbank-Tochter Commerz Real organisiertes Konsortium rund 75 Prozent der Anteile übernehmen.

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Ein RWE-Techniker installiert an einem Strommast neue Kabel.

Quelle: dpa

Essen/Hannover. Zu dem Bündnis gehören dem Vernehmen nach auch die Versicherungskonzerne Münchener Rück und die hannoversche Talanx sowie zwei weitere deutsche und ein Schweizer Versicherer. Der Preis könne bei bis zu 1,1 Milliarden Euro einschließlich Schulden liegen. Die Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab. „Wir kommentieren das nicht“, sagte eine Talanx-Sprecherin.

RWE hatte seine Stromnetztochter bereits vor Monaten ins Schaufenster gestellt. Der Verkaufsprozess hatte sich aber immer wieder verzögert. Einmal habe dies daran gelegen, dass eine Partei aus dem Konsortium ausgestiegen sei und eine andere gefunden werden musste, hieß es. Auch rechtliche Fragen seien schwierig gewesen.

Amprion betreibt ein Hochspannungsnetz mit einer Länge von 12.000 Kilometern, über das mehr als 25 Millionen Kunden mit Strom versorgt werden. Es reicht von der Industrieregion an Rhein und Ruhr zu den Wasserkraftwerken in den Schweizer Alpen. Rivale e.on hat sein Hochspannungsnetz bereits an die niederländische Tennet verkauft, die Überlandleitungen von Vattenfall Europe gingen an ein Konsortium um die belgische Elia. Das vierte Höchstspannungsnetz in Deutschland betreibt die Karlsruher EnBW.

RWE wolle bei Amprion die unternehmerische Führung behalten, hieß es. Für die Pensionskassen, die Milliarden sicher und langfristig anlegen müssen, sind die Netze eine verlässliche Einnahmequelle, wie Banker argumentieren. Die Erlöse sind über viele Jahre planbar.

RWE hatte sich als größter Stromproduzent lange Zeit geziert, sein Netz wie von der EU gefordert abzukoppeln. Doch rückläufige Gewinne und die Belastungen aus der Atomwende bewirkten einen Sinneswandel. RWE-Chef Jürgen Großmann will innerhalb von drei Jahren Beteiligungen im Volumen von bis zu 8 Milliarden Euro abstoßen.

Parallel dazu will RWE will nach dem Beschluss zum Atomausstieg seine Projekte zum Bau von Kohle- und Gaskraftwerken noch abschließen. Nach 2014 seien in Westeuropa keine neuen Projekte mehr geplant, erklärte der Konzern. Die laufenden oder kürzlich abgeschlossenen Projekte in Europa haben einen Umfang von 12 Milliarden Euro und 13.000 Megawatt Leistung.

Mit der Fertigstellung sollen Altkraftwerke abgeschaltet werden, um den CO2-Ausstoß zu senken. Investitionen in zusätzliche Gaskraftwerke erteilte RWE aus wirtschaftlichen Gründen eine Absage.

Tom Käckenhoff

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