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Bessere Kreditwürdigkeit für Griechenland

Moody's Bessere Kreditwürdigkeit für Griechenland

Griechenland kommt immer näher ans Ziel, wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Das Land kommt besser an Kredite, die Wirtschaft wächst wieder leicht. Politisch droht allerdings eine Hängepartie.

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 Ein erster schmaler Lichtblick für Griechenland: Die Wirtschaft des Euro-Krisenlandes kommt ganz langsam aus dem tiefen Tal. Der Tourismusboom treibt das Wachstum voran. 

Quelle: Arno Burgi (Symbolfoto)

London / Athen. Griechenland hat von der US-Ratingagentur Moody's wieder eine bessere Note für seine Kreditwürdigkeit erhalten. Das Institut erhöhte die Einstufung für die Bonität des Eurolandes am späten Freitagabend um zwei Stufen auf «Caa1». Der Ausblick ist „stabil“, damit ist vorerst nicht mit Änderungen der Einstufung zu rechnen. Im griechischen Finanzministerium sorgt das für gute Stimmung. Zuvor hatten bereits Daten zur griechischen Konjunktur Optimismus hervorgerufen: Erstmals seit 2008 ist die Wirtschaft des Landes im zweiten Quartal 2014 um 0,38 Prozent leicht gewachsen. Die positiven Entwicklungen kommen bei vielen Griechen jedoch bislang nicht an: Noch immer liegt die Arbeitslosenquote bei 27 Prozent. Die Regierung hofft auf weitere Unterstützung der Euro-Länder. 

Die finanzielle Situation Griechenlands habe sich seit dem vergangenen Jahr spürbar verbessert, begründete Moody's die verbesserte Einstufung. Da die griechische Regierung sich weiterhin der Haushaltskonsolidierung verpflichtet fühle, dürfte sich das Verhältnis von Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt schrittweise verringern, hieß es. Der Hochpunkt sei in diesem Jahr zu erwarten, ab 2015 dürfte das Verhältnis dann sinken.

Die Aufwertung der Bonität sorgte für Hochstimmung im Finanzministerium in Athen: Sie beweise, dass Griechenland seine „Attraktivität unter den internationalen Investoren“ wiederherstelle, hieß es in einer Erklärung des Finanzministeriums am Samstag. Zudem werden die Bemühungen des griechischen Volkes für eine rasche Rückkehr zu hohen Wachstumsraten anerkannt. Bedingung dafür sei nach Ansicht des Finanzministeriums, dass im Land weiterhin Stabilität herrsche damit die Reformen fortgesetzt werden, hieß es in der Erklärung weiter.

In Athen hofft man nun auf weitere Hilfsmaßnahmen. Im Herbst wollen die Euro-Länder darüber beraten, wie das griechische Defizit weiter gedrückt und wie dem Land geholfen werden kann. Im Gespräch ist eine Verlängerung der Zahlungsfristen und noch niedrigere Zinsen.

Auch die Aussichten für die griechische Wirtschaft haben sich Moody's zufolge verbessert. Hintergrund seien eine zyklische Erholung und die Fortschritte bei den angegangenen Strukturreformen. Zudem habe die Regierung die Zinslast verringert und bei den Schulden in längere Laufzeiten umgeschichtet. Dies trage zur finanziellen Flexibilität bei und verringere die Refinanzierungsrisiken.

Nach Berechnungen des Zentrums für Planung und Ökonomieforschung (KEPE) in Athen soll die Wirtschaft im Jahresvergleich 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Motor des leichten Wachstums sei hauptsächlich der Tourismus, heißt es in dem Bericht, der der dpa vorliegt. Moody,s erwartet dagegen ein geringeres Wachstum von 0,4 Prozent. Ministerpräsident Antonis Samaras rechnet mit mehr als 20 Millionen Touristen in diesem Jahr - etwa zehn Prozent mehr als 2013.

Auch wenn die Daten auf eine leichte wirtschaftliche Erholung hindeuten - politisch stehen schwere Zeiten bevor. Bis zum Frühling muss ein neuer Staatspräsident vom Parlament gewählt werden. Dafür gibt es jedoch derzeit keine Mehrheit. Sollte die Wahl scheitern, muss es Neuwahlen geben. Umfragen zeigen, der konservative Regierungschef Antonis Samaras und seine Koalitionspartner, die Sozialisten, könnten diese Wahlen verlieren. Das oppositionelle Bündnis der radikalen Linken könnte zwar siegen, am Ende aber ohne Mehrheit dastehen, was zu politischer Unsicherheit führen und weitere Reformen erschweren dürfte.

dpa

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