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Raum Hannover droht verschärfter Wohnungsmangel

Studie zur Bevölkerungsentwcklung Raum Hannover droht verschärfter Wohnungsmangel

Der Allianz-Konzern hat rechnen lassen. Das Forschungsinstitut Prognos sollte die Bevölkerungsentwicklung und den Wohnungsbedarf für alle deutschen Regionen bis zum Jahr 2030 beziehungsweise 2045 abschätzen. Ergebnis: Anders als noch vor einigen Jahren vorhergesagt, wird Deutschland wachsen. Zu den wachstumsstarken Regionen gehört auch der Raum Hannover.

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Dringend notwendige Bauarbeiten: In vielen Ballungsräumen wie in Hannover werden zusätzliche Wohnungen gebraucht.

Quelle: Bodo Marks

Hannover. Die Studie kommt generell zu dem Schluss, dass die Bevölkerung wegen der Einwanderung zunimmt - aber nicht überall. Der starke Zustrom von Menschen aus anderen Ländern wird demnach in den nächsten Jahrzehnten die schwache Geburtenrate mehr als kompensieren. Für 2045 sagen die Forscher für Deutschland eine Bevölkerung von 85 Millionen Menschen voraus. Dies ist nur die mittlere Variante. Die Maximalvariante, die von einer Nettozuwanderung von 650 000 Menschen pro Jahr in den nächsten Jahrzehnten ausgeht, kommt auf eine Bevölkerungszahl von 92 Millionen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 dürften netto, also nach Abzug der Auswanderung, etwa eine Million Menschen zugewandert sein. Die starke Zuwanderung im vergangenen Jahr ist in den Zahlen von Prognos noch nicht berücksichtigt.

Die Studie zeigt, dass vor allem einige Ballungsräume vor einem großen Bevölkerungszuwachs stehen dürften. Dies ist ebenfalls die Folge einer starken Binnenwanderung innerhalb Deutschlands. Betroffen ist auch die „Raumordnungsregion Hannover“, die sich nicht genau mit der Region Hannover deckt. Hier wird für 2045 eine Bevölkerungszahl von knapp 1,5 Millionen erwartet - dies wären 7,3 Prozent mehr als im Jahr 2013.

Das Problem dabei: Hannover gehört zu den Regionen in Deutschland, in denen besonders viele Wohnungen fehlen. Laut Prognos müssten hier rund 54 000 Wohnungen bis zum Jahr 2030 entstehen, um Nachfrage und Angebot ins Gleichgewicht zu bringen. Bis dahin müssten pro Jahr 6000 Wohnungen gebaut werden. In den Jahren 2011 bis 2014 waren es nur 2800 jährlich. Allerdings hat der Wohnungsbau inzwischen angezogen.

Den stärksten Bevölkerungszuwachs sehen die Forscher in Niedersachsen in der Region Oldenburg. Hier dürfte die Einwohnerzahl bis 2045 um 19 Prozent zulegen. Ähnliche starke Anstiege seien im Süden von Hamburg sowie im Emsland zu erwarten, während vor allem in der Gegend um Göttingen ein deutlicher Rückgang vorhergesagt wird. Fazit von Prognos: 2030 werden in den Top-Ten-Regionen Deutschlands 940 000 Wohnungen fehlen, wenn der Wohnungsbau auf dem Niveau der vergangenen Jahre verharrt.

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