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Reding will Ratingagenturen zerschlagen

Euro-Krise Reding will Ratingagenturen zerschlagen

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat eine Zerschlagung der Ratingagenturen ins Spiel gebracht. "Europa darf sich den Euro nicht von drei US-Privatunternehmen kaputt machen lassen", sagte sie. Es seien mehr Transparenz und Wettbewerb bei der Bewertung von Unternehmen und Staaten nötig.

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In der Diskussion um die Macht der Ratingagenturen hat EU-Justizkommissarin Viviane Reding eine Zerschlagung der Institute ins Spiel gebracht.

Quelle: dpa

Brüssel. EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat die Ratingagenturen scharf kritisiert. „Europa darf sich nicht von drei US-Privatunternehmen kaputt machen lassen“, sagte Reding „Welt Online“ mit Blick auf die drei Unternehmen Standard & Poors (S&P), Moody’s und Fitch, die den Markt der Ratingagenturen weitgehend beherrschen. Es dürfe nicht sein, „dass ein Kartell dreier US-Unternehmen“ über das Schicksal von Volkswirtschaften entscheide.

Reding schlägt zwei Lösungsansätze vor: „Entweder beschließen die G20-Staaten gemeinsam, das Kartell der drei US-Ratingagenturen zu zerschlagen. Die USA könnten beispielsweise aufgefordert werden, aus drei Ratingagenturen sechs zu machen. Oder aber es werden unabhängige europäische und asiatische Ratingagenturen geschaffen.“ Das brauche allerdings Zeit.

Die Diskussion war entbrannt, nachdem Moody’s die Kreditwürdigkeit von Portugal trotz seiner Sparbemühungen Anfang Juli um vier Stufen auf Ramschstatus herabgestuft hatte.

kas/dpa

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Foto: Bundespräsident Christian Wulff.

Bundespräsident Christian Wulff hat es als „erschütternd“ bezeichnet, dass Ratingagenturen weiterhin so viel Macht haben und für Fehlurteile kaum in Haftung genommen werden. Banken und Ratingagenturen machten weiter ihre Spiele und verdienten viel Geld, sagte Wulff im ZDF-Sommerinterview.

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