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Reeder rüsten gegen Piraten auf

Bewaffnete Sicherheitskräfte Reeder rüsten gegen Piraten auf

Weil Piraten immer häufiger Schiffe auf den Weltmeeren kapern, wollen sich viele Schiffseigner gegen solche Bedrohungen nun mit bewaffneten Sicherheitskräften zur Wehr setzen.

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Die Piraterie wird für die Branche zu einem immer größeren Problem. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die staatlichen Schutzmaßnahmen.

Quelle: dpa

Hamburg. Die deutschen Reeder rüsten sich mit bewaffneten Sicherheitsdiensten gegen die Bedrohung durch Piraten. Nach einer am Mittwoch in Hamburg verbreiteten Studie der Unternehmensberatung PwC haben mittlerweile 27 Reedereien bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord; weitere sechs beschäftigen Schutzkräfte ohne Waffen.

Das Konzept ist bislang aufgegangen; keines dieser Schiffe wurde erfolgreich von Piraten attackiert. Gleichzeitig urteilten nur noch 17 Prozent von 100 befragten Reedern, dass die EU-Schutzmission Atalanta einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Piraterie leiste. Im vergangenen Jahr waren es noch 40 Prozent.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) bestätigte die Tendenz zu eigenen bewaffneten Kräften, bezeichnete sie aber als „zweitbeste Lösung“. Die Bekämpfung der Piraterie sei laut Seerecht eine hoheitliche Aufgabe; bewaffnete Kräfte auf See sollten einen staatlichen Status haben oder zumindest in staatlichem Auftrag handeln. „Wir wollen da auch für bezahlen, es geht nicht ums Sparen“, sagte VDR-Sprecher Max Johns.
Die private Bewaffnung von Schiffen berge auch Risiken, wenn sie sich als Standard auf See durchsetze. Ob das Piraterie-Problem so dauerhaft gelöst werden könne, sei nicht unbedingt sicher. „Die Piraten rüsten ständig auf; es könnte auch zu Feuergefechten kommen, die dann sehr blutig werden.“

Die Piratenangriffe belasten die Reeder durch steigende Versicherungsprämien, Umwege und zusätzliche Investitionen in die Schiffssicherheit. Zudem verschärft sich auf den gefährlichen Routen der Personalmangel, der ohnehin eines der größeren Probleme der Schifffahrt ist. Demnächst würden rund 200 000 zusätzliche Seeleute gesucht, davon 50 000 Offiziere, sagte der PwC-Schifffahrtsexperte Claus Brandt. Es werde zunehmend schwierig, geeignetes Personal zu finden.

Insgesamt hat sich die Lage der Reedereien in den vergangenen zwölf Monaten deutlich aufgehellt. Der Welthandel wächst, die Transportmengen steigen, es sind kaum noch Schiffe aus der Fahrt genommen und die Flotten sind gut ausgelastet. Rund 48 Prozent der Reeder erwarten wachsende und weitere 29 Prozent stabile Umsätze.

Getrübt werden die Erwartungen durch einen harten Konkurrenzkampf der großen Linienreedereien, die sich gegenteilig Marktanteile streitig machen. Dadurch sind die Frachtraten, also die Preise für den Gütertransport per Schiff, seit Jahresbeginn deutlich gefallen. PwC ist jedoch zuversichtlich, dass diese Entwicklung nun zum Stillstand kommt. „Vor uns liegt die Hochsaison, da sind große Mengen zu transportieren und die Frachtraten werden wieder anziehen“, sagte Brandt.

ow/dpa

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