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Erste Wahl: dritte Liga

„Continental-Arena“ Erste Wahl: dritte Liga

Vom nächsten Jahr an gibt es eine „Continental-Arena“ – in Regensburg. Eine Million Euro lässt sich der Autozulieferer die Namensrechte an dem derzeit in Bau befindlichen Stadion kosten, das von 2015 an Platz für 15 .115 Zuschauer und ein großes Konferenz-Center bieten soll.

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Rotes Stadion: Die geplante Conti-Arena.

Quelle: Stadt Regensburg/Ferstl

Hannover/Regensburg. Ach, wie oft sind sie schon enttäuscht worden, die Fans von Hannover 96. Nicht (nur) sportlich, sondern vor allem bei der Wahl der entscheidenden Sponsoren des Vereins. Das Stadion trug lange die drei Buchstaben eines Finanzmaklers, dessen Marke schneller abgewickelt wurde als der Werbevertrag. Inzwischen sind es drei Buchstaben einer Versicherung. Nun gut. Als die TUI ihren Komplettrückzug aus dem Hannover-Sponsoring verkündete, hofften die Fans als Ersatz für das Lächellogo auf den Trikots auf einen anderen glanzvollen Namen. Es wurde ein Hersteller von Massivhäusern. Nun gut.

Ein Name stand auf der Wunschliste der „Roten“ eigentlich immer ganz oben – Hannovers größter und traditionsreichster Konzern: Continental. Seit 1871 prägt die Conti weite Teile des Stadtbilds, beschäftigt an vier Standorten mehr als 7000 Mitarbeiter – und ist der einzig verbliebene Bundesligist aus der Landeshauptstadt an der Deutschen Börse. Angesichts vieler anderer Großkonzerne, die ihre Mannschaft am Hauptsitz unterstützen, lag es da nahe, sich eine ähnliche Lösung für Hannover zu wünschen.

Doch es gibt weder eine Continental-Arena, noch ein springendes Pferd auf dem 96-Trikot. Der Konzern ist lediglich „Exklusiv-Partner“ mit „Premium-Videobande im TV-relevanten Bereich“ und einer „Hospitality-Loge mit 30 Sitzplätzen“. Also in der zweiten Reihe. Bislang taten sie bei der Conti immer so, als sei ihnen prominenteres Sponsoring in Hannover eine Liga zu tief. Champions League, Europa- und Weltmeisterschaften – das lässt man sich Millionen kosten. Aber am Konzernsitz hält man sich zurück, einer langen Tradition folgend.

Die Conti ist wahrscheinlich einer der am wenigsten in seiner Heimatstadt engagierten Großkonzerne Deutschlands. Die beklagen zumindest oft Politiker und Honoratioren aus Hannover. Vielleicht packen sie es aber auch nur falsch an. Nachhilfe könnten sie sich bei Joachim Wolbergs holen. Der SPD-Politiker hat etwas geschafft, woran man sich in Hannover die Zähne ausgebissen hat. Er bekommt eine „Continental-Arena“. In Regensburg. Für die Spiele des SSV Jahn. In der letzten Saison Elfter der dritten Liga.

Eine Million Euro lässt sich der Autozulieferer die Namensrechte an dem derzeit in Bau befindlichen Stadion kosten, das von 2015 an Platz für 15 .115 Zuschauer und ein großes Konferenz-Center bieten soll. Für Regensburgs Oberbürgermeister Wolbergs stellt dies eine „Partnerschaft der neuen Art“ dar. In der oberpfälzischen Stadt ist Conti ebenfalls eine Größe. Dort kommt der Zulieferer nach der Übernahme von Siemens-VDO auf ähnlich viele Beschäftigte wie in Hannover. Allerdings gehören die Elektronikprodukte aus Regensburg zum Zuliefergeschäft des Konzerns. Im Gegensatz zur Reifensparte am Konzernsitz haben die Bayern also nicht einmal eine Marke, die sie mit dem Sponsoring voranbringen könnten. Aber offensichtlich ist der Lokalpatriotismus des Regensburger Managements ausgeprägter als der des hannoverschen.

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