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Banken bunkern eine Billion bei der Zentralbank

Rekordnivieau Banken bunkern eine Billion bei der Zentralbank

Eine Billion Euro – das ist eine Zahl mit zwölf Nullen. In 50-Euro-Banknoten gerechnet könnte man mit dieser Summe 80 Olympia-Schwimmbecken von 50 Metern Länge und 25 Metern Breite füllen – aber nur, wenn man die Geldbündel wirklich dicht zusammenpackt.

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Das Hochhaus der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.

Quelle: dpa

Frankfurt. Viel Geld haben Europas Banken inzwischen bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt als überschüssige Einlagen deponiert. Dabei müssen sie dafür inzwischen sogar Geld bezahlen. Wie aus Zahlen der EZB vom Freitag hervorgeht, lagen die sogenannten Überschussreserven, die die Geldhäuser bei der Notenbank unterhalten, bei rund 1022 Milliarden Euro. Das ist ein Rekordniveau.

Die Überschussliquidität ist der Teil der Bankeinlagen bei der EZB, über den die Geldhäuser frei verfügen können. Darüber hinaus müssen sie noch abhängig von ihren eigenen Kundeneinlagen eine sogenannte Mindestreserve bei der Zentralbank unterhalten.
Ihre gewaltigen Kontoguthaben kommen die europäischen Banken teuer zu stehen. Schließlich erhebt die EZB schon seit mehr als zwei Jahren Zinsen auf Einlagen. Im Juni 2014 begann es mit minus 0,1 Prozent, inzwischen hat die Währungsbehörde den Negativzins sogar auf 0,4 Prozent erhöht.

Die Guthaben bei der EZB sind eine direkte Folge ihrer Geldpolitik. In normalen Zeiten bunkern die Kreditinstitute nur wenig Überschussguthaben auf ihren Konten. Schließlich ist es attraktiver, das Geld für ihr eigenes Geschäft zu verwenden. Doch heute fehlt es den Banken an Anlagemöglichkeiten.

Die Billion Euro, die sie bei der EZB parken, entspricht ziemlich genau dem Betrag, den die Währungshüter durch ihre Anleihenkäufe bisher in den Markt gepumpt haben. Seit März 2015 kauft die Notenbank Staatsanleihen und andere Zinspapiere auf. Anfangs flossen auf diese Weise 60 Milliarden Euro monatlich in den Markt, inzwischen wurde der Betrag auf 80 Milliarden Euro erhöht. Bis März 2017 sollen auf diese Weise 1,7 Billionen Euro in den Geldkreislauf geschleust werden. Das Geld landet zum großen Teil auf den Konten der Banken bei der EZB.

Eigentlich will Europas Notenbank mit dieser sogenannten „quantitativen Lockerung“ erreichen, dass mehr Kredite vergeben werden und so die Wirtschaft und die Inflation in der Euro-Zone stärker in Gang kommen. Bislang hält sich der Erfolg aber in Grenzen. Dagegen mehren sich die Stimmen, die der EZB eine verfehlte Politik vorwerfen. Kritik kommt auch verstärkt von den Banken, weil diese mit Zinsgeschäften immer weniger verdienen.

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Trotz Mini-Inflation

Europas Währungshüter legen vorerst nicht nach, obwohl das viele billige Geld die Teuerung nicht wie gewünscht anfeuert. Das Anleihenkaufprogramm wird entgegen der Erwartung vieler Volkswirte zunächst nicht über März 2017 hinaus verlängert. Auch an der Zinsschraube drehte der Rat der EZB nicht.

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Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

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