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Renten sollen 2018 um gut drei Prozent steigen

43 Euro plus im Schnitt Renten sollen 2018 um gut drei Prozent steigen

Gute Nachricht für Rentner: Ihre Altersbezüge sollen im kommenden Jahr erneut steigen. Grund ist die positive Lohnentwicklung in Deutschland. Zugleich arbeiten immer mehr ältere Menschen.

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Quelle: dpa

Berlin. Die gesetzlichen Renten in Deutschland werden im kommenden Jahr voraussichtlich um gut drei Prozent steigen. Zum 1. Juli 2018 wird ein Rentenplus von 3,09 Prozent in den alten Bundesländern sowie 3,23 Prozent in den neuen Ländern erwartet. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2017 der Bundesregierung hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland im Entwurf vorliegt.

Für einen „Standardrentner“, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und entsprechend Beiträge geleistet hat, würde die Erhöhung etwa 43 Euro mehr pro Monat bedeuten. Endgültig festgelegt werden soll die Rentenerhöhung für 2018 erst im kommenden Frühjahr, wenn Daten zur Lohnentwicklung 2017 vorliegen. Laut Bericht werden die Renten in Deutschland bis 2031 um insgesamt 36 Prozent steigen – im Schnitt um 2,2 Prozent pro Jahr.

Rentenbeitrag sinkt leicht

Zum 1. Januar 2018 wird der Beitrag laut Bericht um 0,1 Prozentpunkte sinken. Hintergrund ist die gute Einnahmenentwicklung. Der Beitrag muss gesenkt werden, wenn die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung 1,5 Monatsausgaben übersteigt. Für Ende 2017 wird mit einer Rücklage von 32,9 Milliarden Euro gerechnet – was 1,59 Monatsausgaben entspricht. Das Rentenniveau, das das Verhältnis der Nettorente eines Standardrentners zum jeweils aktuellen Durchschnittseinkommen von Arbeitnehmern beschreibt und derzeit bei 48,2 Prozent liegt, wird den Angaben zufolge nach 2024 unter 48 Prozent und bis auf 45 Prozent im Jahr 2030 sinken. Im Jahr 2031 sollen es dann 44,6 Prozent sein.

Die Bedeutung zusätzlicher Vorsorge rückt damit immer stärker in den Fokus. „Der Rückgang des Sicherungsniveaus vor Steuern macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen“, heißt es im neuen Regierungsbericht. Der erworbene Lebensstandard werde nur bei zusätzlicher Vorsorge erhalten bleiben.

FDP fordert flexibleres Renteneintrittsalter

Unterdessen haben immer mehr Ältere in Deutschland einen Job. Der Anteil der Beschäftigten in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen ist im vergangenen Jahr auf 56 Prozent gestiegen. Im Jahr 2000 hatte der Anteil der Älteren mit Job noch bei 20 Prozent gelegen, heißt es im Entwurf des Rentenversicherungsberichts. Im vergangenen Jahr gingen Arbeitnehmer im Schnitt mit 64,1 Jahren in Rente, im Jahr 2000 hatte das tatsächliche Renteneintrittsalter noch 62,3 Jahre betragen. In den Sondierungsverhandlungen für eine mögliche Jamaika-Koalition geht es aktuell auch um die FDP-Forderung nach einem flexiblen Renteneintrittsalter. Einig ist man sich auch, dass langjährige Geringverdiener im Alter mehr haben sollen als die staatliche Grundsicherung.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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