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Deutschland / Welt Royal Mail muss Briefkästen vor Dieben retten
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Royal Mail muss Briefkästen vor Dieben retten
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00:17 06.08.2015
Von Jens Heitmann
Selbst im E-Mail-Zeitalter kein Auslaufmodell: Die Postboxen der Royal Mail werden zu Höchstpreisen gehandelt.
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London

Doch ganz sicher sein über die lautere Herkunft können Interessenten wohl nicht: Die Briefkästen könnten auch gestohlen sein.

Die Royal Mail erwägt deshalb, ihre „Postboxes“ trickreich zu sichern: Mithilfe forensischer Markierungen und elektronischer Trackingsysteme willman Dieben nun auf die Spur kommen. Insbesondere in ländlichen Gebieten stehen die Briten immer öfter vor einer unerklärlichen Leere. Allein an einem Januarwochenende sind der Post in der Grafschaft Norfolk an der Ostküste gleich vier Boxen abhanden gekommen, die noch aus der Zeit der Königin Victoria stammten.

Über den Wert dieser Antiquitäten macht die Royal Mail keine Angaben. Noch hängen in England, Wales, Schottland und Nordirland rund 115.000 der tiefroten Kästen, die bei Touristen als Fotomotiv ähnlich beliebt sind wie die gleichfarbigen, gusseisernen Telefonzellen. Während die British Telecom diese jedoch zu Tausenden stilllegt, weil sie im Handyzeitalter immer seltener genutzt werden, trotzen die Postboxen dem Trend zur E-Mail. Nur gegen Diebe haben auch sie keine Chance: Bis zu 100 Exemplare würden jedes Jahr entwendet, heißt es beim Unternehmen.

Die Letter Box Study Group - eine Gemeinschaft von Enthusiasten, die sich insbesondere der Geschichte der Briefkästen auf dem Land verschrieben hat - schätzt die Zahl der Diebstähle sogar doppelt so hoch ein.

Bei den Langfingern macht sie vor allem drei Motive aus: Den einen gehe es hauptsächlich um das Metall. Andere hofften darauf, in den Briefen Wertvolles zu finden. Und dann gebe es da wohl auch Menschen, die sich auf ihre Art ebenfalls von der kulturellen Bedeutung der Boxen angezogen fühlten - Brüder im Geiste gewissermaßen.

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