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Airbag-Rückrufe treffen auch Daimler und VW

Debakel bei Takata Airbag-Rückrufe treffen auch Daimler und VW

Das Debakel um Airbags des japanischen Herstellers Takata nimmt kein Ende. Von neuen Rückrufen sollen nun auch Daimler und der VW-Konzern betroffen sein - vor allem für Volkswagen käme das zur Unzeit.

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Auch deutsche Autobauer sollen von den Airbag-Rückrufen des Herstellers Takata betroffen sein.

Quelle: dpa/Symbolfoto

Washington/Berlin. Eine erneute Ausweitung der Rückrufe von Fahrzeugen mit Airbags des japanischen Herstellers Takata trifft US-Medienberichten zufolge auch deutsche Autobauer. US-Behörden schicken demnach fünf Millionen weitere Autos in die Werkstätten - darunter sind auch Modelle von Mercedes-Benz und der VW-Tochter Audi vertreten. Offen war aber, wie viele Fahrzeuge von Daimler und dem VW-Konzern betroffen sind. Ob auch BMW damit rechnen muss, war ebenfalls unklar. Eine BMW-Sprecherin sagte in München, es lägen dazu bisher keine Informationen vor.

Eine Daimler-Sprecherin sagte am Samstag: «Wir arbeiten eng mit der Behörde zusammen, um weitere Details in Erfahrung zu bringen.» Bisher seien dem Konzern keine Beanstandungen bekannt. Sprecher von VW und Audi waren zunächst nicht zu erreichen. Daimler und Volkswagen waren früheren Berichten zufolge bisher von Problemen mit Takata-Airbags verschont geblieben.

Außerdem geht es bei der Ausweitung des Rückrufs den Medienberichten zufolge unter anderem um Autos von Mazda. In den USA seien nun insgesamt mehr als 24 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Die Airbags des japanischen Zulieferers Takata sind ein Dauer-Problem der Autobranche. In der Vergangenheit waren auch Fahrzeuge von BMW von Rückrufen betroffen, außerdem Autos der Hersteller Toyota, Honda und Ford. Auch in Japan war es zu millionenfachen Rückrufen gekommen.

Grund für die erneute Rückruf-Aktion ist laut Berichten die Gefahr, dass Airbags explodieren und Metallteile durch den Fahrzeug-Innenraum schießen. Der weltweit zehnte Todesfall im Zusammenhang mit dem Problem habe sich Ende Dezember im Bundesstaat South Carolina ereignet, teilte die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge mit. Ein Mann sei in einem Ford-Pickup ums Leben gekommen.

Vor allem den VW-Konzern würden Rückrufe zur Unzeit treffen. Der Autokonzern steckt derzeit in einer schweren Krise. Grund ist der Skandal um Manipulationen von Abgas-Tests. In Deutschland steht VW kurz vor Beginn eines Massenrückrufs. Ende Januar sollen die ersten Dieselwagen mit manipulierter Software in die Werkstätten rollen. Insgesamt geht es alleine in Deutschland um 2,4 Millionen betroffene Dieselfahrzeuge.

dpa

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