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Hannover Rück gelingt erster Milliardengewinn

Jahresbilanz Hannover Rück gelingt erster Milliardengewinn

Die Aktionäre der Hannover Rück bekommen im Jubiläumsjahr die bislang höchste Dividende überwiesen. Das vor 50 Jahren in Bochum gegründete Unternehmen zahlt für das abgelaufene Geschäftsjahr 4,75 Euro je Aktie aus, 50 Cent mehr als im Vorjahr.

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Milliardengewinn erzielt: Hannover Rück.

Quelle: dpa

Hannover. Geld dafür ist reichlich in der Kasse, weil der drittgrößte Rückversicherer der Welt 2015 zum vierten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt hat.

Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Wallin berichtete am Donnerstag über einen Nettokonzerngewinn von 1,15 Milliarden Euro, fast 17 Prozent mehr als 2014. Damit hat Hannover Rück erstmals die Milliardenmarke beim Gewinn geknackt. Vergangenes Jahr passte demnach nahezu alles: Ein starkes Prämienwachstum und relativ geringe Schäden fielen mit einem kräftigen Anstieg der Kapitalerträge zusammen.

Nach Angaben von Wallin hat das hannoversche Unternehmen damit weltweit klar die Spitzenposition in Sachen Eigenkapitalrendite erreicht. Dies gilt nicht nur für das Jahr 2015, sondern auch im Schnitt der zurückliegenden fünf Jahre.

Dabei hat Hannover Rück weiterhin das Luxusproblem, zu viel Eigenkapital zu besitzen. Deshalb wurde schon vergangenes Jahr eine Sonderdividende von 1,25 Euro bezahlt, die nun auf 1,50 Euro aufgestockt wurde. Es ist laut Wallin „nicht unwahrscheinlich“, dass die Aktionäre auch für 2016 wieder eine Sonderdividende bekommen. Lieber wäre es ihm aber, wenn der Markt wieder genug Chancen bietet, um das Geld ins Wachstum zu investieren. Für das laufende Jahr ist der zur Hälfte dem Talanx-Konzern gehörende Rückversicherer zuversichtlich gestimmt, obwohl er beim Gewinnziel mit „mindestens 950 Millionen Euro“ eher tiefstapelt. Die Bruttoprämieneinahmen dürften sich „stabil bis leicht rückläufig“ entwickeln.

Vergangenes Jahr hat das global agierende Unternehmen, das Versicherern für ihre eigenen Risiken Rückversicherungsschutz anbietet, mit 17 Milliarden Euro fast 19 Prozent mehr Beitragseinnahmen erwirtschaftet als im Jahr zuvor. Zum Teil lag dies auch am stärkeren Dollar, weil Hannover Rück sehr viel Geschäft in der US-Währung abschließt.

Profitiert hat der Rückversicherer von dem weiterhin geringen Aufwand für Naturkatastrophen. Die Belastung durch Wirbelstürme, Überflutungen und Erdbeben blieb mit insgesamt etwa 200 Millionen Euro deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Nicht so gut sah es bei den sonstigen Großschäden aus. Größter Einzelschaden war die Explosionskatastrophe im Hafen von Tianjin in China vom August mit mehr als 120 Toten und großen Zerstörungen, die bei Hannover Rück mit 111 Millionen Euro zu Buche schlug.

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