Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt SAP steigert Geschäft mit Mietsoftware
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt SAP steigert Geschäft mit Mietsoftware
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:55 13.10.2015
Quelle: dpa
Anzeige
Walldorf

Allerdings legte der Konzern auch in seinem klassischen Geschäft mit Softwarelizenzen wieder deutlicher zu. An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die SAP-Aktie legte bis Börsenschluss um gut 3 Prozent zu.

SAP konnte die Erlöse in dem neuen Geschäftsfeld auch dank der Übernahmen im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen mehr als verdoppeln. SAP hatte den Anbieter von Software zur Reisekostenabrechnung Concur und die Firma Fieldglass übernommen, die Software zum Management von Leiharbeitern entwickelt. Die Umsätze von Concur schlagen sich erst seit Dezember in der Bilanz nieder. Deshalb fällt das Wachstum im Cloud-Geschäft in diesem Jahr noch so stark aus. Wie der Konzern aus eigener Kraft in seinem neuen Geschäftsfeld wächst, dürfte sich erst im kommenden Jahr zeigen.

Alles in allem schaffte SAP im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen ein Plus bei Softwareumsätzen um 19  Prozent auf 4,12 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. „Unser starkes zweistelliges Wachstum bei den Cloud- und Softwareerlösen resultiert im Wesentlichen aus den hervorragenden Ergebnissen in den etablierten Märkten“, sagte Finanzvorstand Luka Mucic. In den Schwellenländern zeigen sich dagegen offenbar Probleme. „Dank unserer globalen Widerstandsfähigkeit konnten wir auch in den aufstrebenden Märkten sicher durch schwieriges Fahrwasser navigieren. Wir erwarten in diesen Märkten aber weiterhin eine hohe Volatilität und wirtschaftliche Herausforderungen“, sagte Mucic am Dienstag.

Das Betriebsergebnis legte um 5  Prozent auf 1,21 Milliarden Euro zu. Sondereffekte herausgerechnet verbuchte SAP ein Plus beim Gewinn von 19 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro. Die Differenz kommt zustande, weil der Softwarekonzern die Zahl für seine interne Planung beispielsweise um Kosten für Übernahmen, aber auch Umstrukturierungskosten bereinigt.

Die fallen in diesem Jahr an, weil SAP im Zuge des Umbaus seines Geschäftsmodells weltweit Stellen streicht. Nach dem ursprünglichen Plan sollen etwa 3  Prozent oder rund 2000 der weltweit 74 000 Beschäftigten im Lauf des Jahres auf eine neue Stelle wechseln oder ab einem bestimmten Alter mit einer Abfindung zum Gehen bewegt werden. Das Freiwilligenprogramm kam allerdings besser an als gedacht. Einem Sprecher zufolge wurde das Programm von gut 4  Prozent der Mitarbeiter angenommen. Weil in anderen Bereichen Stellen aufgebaut werden, will SAP am Ende des Jahres aber wieder mehr Mitarbeiter haben als ein Jahr zuvor.

Wie hoch die Kosten für die Abfindungen im dritten Quartal ausfielen, will SAP erst am 20. Oktober bekannt geben. Dann veröffentlicht der Konzern seinen endgültigen Quartalsbericht. An seinen Erwartungen für das Gesamtjahr 2015 hielt SAP trotz der guten Entwicklung im dritten Quartal weiter fest. „Wir bestätigen unseren Gesamtjahresausblick“, erklärte SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einen Monat vor der Einführung des neuen 20-Euro-Scheins bereitet die Europäische Zentralbank (EZB) die Wirtschaft mit auf die Banknote vor. Ab sofort versenden die Notenbanken Faltblätter an mehr als 2,8 Millionen Geschäfte und kleinere Unternehmen im Euro-Raum. Sie sollen mit dem Schein vertraut sein. 

13.10.2015

Wegen des Manipulationsskandals muss Volkswagen einem Bericht zufolge womöglich einen Teil der Abwrackprämien zurückzahlen, die 2009 und 2010 Diesel-Fahrern gewährt wurden. Kaum ein Autobauer verdiente soviel an der Prämie: rund 1,7 Milliarden Euro Förderung seien an VW geflossen, heißt es in dem Bericht.

13.10.2015
Deutschland / Welt Grund: Steigende Flüchtlingszahlen - Arbeitsagentur fordert 3000 weitere Stellen

Die bisherigen finanziellen und personellen Ressourcen der Bundesagentur für Arbeit reichen nicht aus zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen sieht die BA für ihre Agenturen für Arbeit sowie für die Jobcenter einen zusätzlichen Bedarf von bundesweit 3000 Beschäftigten.

13.10.2015
Anzeige