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SAP steigert Geschäft mit Mietsoftware

Cloud-Geschäft SAP steigert Geschäft mit Mietsoftware

Der Umbau des Software­geschäfts bei SAP nimmt weiter Form an. Der Umsatzanteil der zur Miete angebotenen Software und mit ihr verbundenen Dienstleistungen (Cloud-Geschäft) stieg im dritten Quartal weiter, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die Walldorfer setzen mehr und mehr auf Software, die zur Miete angeboten wird.

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Quelle: dpa

Walldorf. Allerdings legte der Konzern auch in seinem klassischen Geschäft mit Softwarelizenzen wieder deutlicher zu. An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die SAP-Aktie legte bis Börsenschluss um gut 3 Prozent zu.

SAP konnte die Erlöse in dem neuen Geschäftsfeld auch dank der Übernahmen im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen mehr als verdoppeln. SAP hatte den Anbieter von Software zur Reisekostenabrechnung Concur und die Firma Fieldglass übernommen, die Software zum Management von Leiharbeitern entwickelt. Die Umsätze von Concur schlagen sich erst seit Dezember in der Bilanz nieder. Deshalb fällt das Wachstum im Cloud-Geschäft in diesem Jahr noch so stark aus. Wie der Konzern aus eigener Kraft in seinem neuen Geschäftsfeld wächst, dürfte sich erst im kommenden Jahr zeigen.

Alles in allem schaffte SAP im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen ein Plus bei Softwareumsätzen um 19  Prozent auf 4,12 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. „Unser starkes zweistelliges Wachstum bei den Cloud- und Softwareerlösen resultiert im Wesentlichen aus den hervorragenden Ergebnissen in den etablierten Märkten“, sagte Finanzvorstand Luka Mucic. In den Schwellenländern zeigen sich dagegen offenbar Probleme. „Dank unserer globalen Widerstandsfähigkeit konnten wir auch in den aufstrebenden Märkten sicher durch schwieriges Fahrwasser navigieren. Wir erwarten in diesen Märkten aber weiterhin eine hohe Volatilität und wirtschaftliche Herausforderungen“, sagte Mucic am Dienstag.

Das Betriebsergebnis legte um 5  Prozent auf 1,21 Milliarden Euro zu. Sondereffekte herausgerechnet verbuchte SAP ein Plus beim Gewinn von 19 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro. Die Differenz kommt zustande, weil der Softwarekonzern die Zahl für seine interne Planung beispielsweise um Kosten für Übernahmen, aber auch Umstrukturierungskosten bereinigt.

Die fallen in diesem Jahr an, weil SAP im Zuge des Umbaus seines Geschäftsmodells weltweit Stellen streicht. Nach dem ursprünglichen Plan sollen etwa 3  Prozent oder rund 2000 der weltweit 74 000 Beschäftigten im Lauf des Jahres auf eine neue Stelle wechseln oder ab einem bestimmten Alter mit einer Abfindung zum Gehen bewegt werden. Das Freiwilligenprogramm kam allerdings besser an als gedacht. Einem Sprecher zufolge wurde das Programm von gut 4  Prozent der Mitarbeiter angenommen. Weil in anderen Bereichen Stellen aufgebaut werden, will SAP am Ende des Jahres aber wieder mehr Mitarbeiter haben als ein Jahr zuvor.

Wie hoch die Kosten für die Abfindungen im dritten Quartal ausfielen, will SAP erst am 20. Oktober bekannt geben. Dann veröffentlicht der Konzern seinen endgültigen Quartalsbericht. An seinen Erwartungen für das Gesamtjahr 2015 hielt SAP trotz der guten Entwicklung im dritten Quartal weiter fest. „Wir bestätigen unseren Gesamtjahresausblick“, erklärte SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott.

dpa

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