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SPD und CDU nähern sich bei der Bildung an

Tag der Niedersächsischen Wirtschaf SPD und CDU nähern sich bei der Bildung an

Noch sind die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU in Niedersachsen in vollem Gang, aber es zeichnen sich etliche Gemeinsamkeiten ab. Dazu gehören auch Weichenstellungen in der Bildungspolitik, wie am Donnerstag beim „7. Tag der Niedersächsischen Wirtschaft“ in den Räumen der VGH-Versicherungen in Hannover deutlich wurde.

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Bildung als „Topthema“: UVN-Präsident Bahlsen, Ministerpräsident Weil und CDU-Landeschef Althusmann (v. l.).

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Es war das erste Mal nach der Wahl, dass Ministerpräsident Stephan Weil und sein CDU-Verhandlungspartner Bernd Althusmann zusammen vor den Spitzen der niedersächsischen Wirtschaft ihre Vorstellungen präsentierten. Zwar wollten sie noch keine Einzelheiten aus den Verhandlungen verraten, aber ein paar Fingerzeige gab es schon.

So sind sich die beiden Politiker einig, dass in der Bildungspolitik die Zeit der ideologischen Debatten vorbei sei. Niedersachsens Unternehmer-Präsident Werner Bahlsen hatte zuvor das Thema angeschnitten: Deutschland sei ein führendes Industrieland - aber „bei der Bildung sind wir nicht gut, das kann doch nicht wahr sein“.

Weil hält Bildung und Qualifizierung für ein „Topthema der Wirtschaftsförderung“. Man solle die Strukturdebatten in der Schulpolitik ad acta legen und sich auf die Qualität der Bildung konzentrieren. Dabei gehe es vor allem darum, die frühkindliche Bildung zu fördern. Alt­husmann hält ebenfalls nichts von einer „ideologischen Strukturdebatte“, sondern machte sich dafür stark, den Schülern in der Grundschule Rechnen, Schreiben und Lesen beizubringen. „Die Grundschule heißt so, weil sie Grundfertigkeiten vermitteln soll.“

Beide Politiker sind sich offenbar einig, dass der zunehmende Fachkräftemangel auch mithilfe von Migranten abgemildert werden kann. Weil appellierte an die Unternehmer, bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen einen „langen Atem“ zu beweisen, weil dies auch Chancen verspreche. Althusmann sprach sich für ein „gezieltes Fachkräftezuwanderungsgesetz“ aus.

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