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Samsung schmiedet Allianz mit Facebook

Virtual Reality Samsung schmiedet Allianz mit Facebook

Samsung will virtuelle Realität in den Alltag bringen - und bekommt Unterstützung von Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer tauchte bei der Präsentation neuer Samsung-Geräte in Barcelona auf und warb für sein Lieblingsthema.

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Auftritt bei der Samsung-Präsentation: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Quelle: Facebook

Barcelona. „Virtuelle Realität ist die nächste Plattform“, sagte er. Samsung vermarktet mit seinem neuen Galaxy-S7-Smartphone auch zugehörige 3-D-Brillengehäuse Gear VR.

Auf dem am Montag eröffneten Mobile World Congress zeigen viele Anbieter solche Erweiterungen für Smartphones. Auf die üblichen Leistungssteigerungen bei den Hightech-Smartphones allein verlässt sich kaum ein Anbieter mehr - zu schnell wächst neue Konkurrenz mit günstigen, aber dennoch hochwertigen Geräten in China heran. Deshalb setzt Samsung auf den Trend virtuelle Realität (VR). Sie soll dem Smartphone einen attraktiven Zusatznutzen erschließen.

Samsung sei das „einzige Unternehmen der Welt“, das bei der Erschaffung virtueller Realität ein „gutes Erlebnis“ kreieren könne, sagte Zuckerberg am Sonntagabend. „Wir wollen Facebook zur besten Videoplattform für virtuelle Realität machen.“ Facebook habe schon früh in die Entwicklung dieser Technik investiert. In die Partnerschaft mit Samsung will das Unternehmen sein Software-Know-how einbringen.

Mit dem 2014 von Facebook übernommenen VR-Brillenhersteller Oculus arbeitete Samsung bei seiner eigenen Gear VR zusammen. Um die neuen Brillen schnell zu verbreiten, gibt Samsung Käufern, die vor dem Marktstart am 11. März eines der neuen Galaxy-S7-Smartphones vorbestellen, eine Gear-VR-Brille dazu.

Dies allerdings sieht Forrester-Analystin Julie Ask skeptisch: Offenbar sei man vom Erfolg der Smartphones nicht besonders überzeugt. Überzeugender sei die Partnerschaft mit Facebook: „Die Kombination von sozialen Medien und Kommunikation ist die Killer-App.“

Auch der südkoreanische Konzern LG präsentiert in Barcelona eine VR-Brille - sie ist um ein Drittel leichter und damit einfacher zu tragen. HTC kündigte den Start seines Headsets Vive für April an. Mit 799 Dollar wird es sogar teurer als die Oculus Rift. Mit Sensoren ausgerüstete Brillengehäuse zum Einstecken von Smartphones kosten teils nur 20 Dollar.

Apple ist in Barcelona nicht vertreten, aber als Referenzgröße stets präsent. Und selbst Apple-Chef Tim Cook, der sich sonst nicht gern in die Karten schauen lässt, lobte vor Kurzem ungewöhnlich offen die Virtual-Reality-Technik. „Ich denke nicht, dass VR in einer Nische spielt. Das ist wirklich cool und hat einige interessante Auswirkungen“, sagte er.

Der weltweite Markt für virtuelle Realität werde sich im laufenden Jahr auf rund 3 Milliarden Dollar vervierfachen, sagte Samsung-Manager Martin Börner. Lange haben die Entwickler und Hersteller von VR-Brillen an der Technik getüftelt - 2016 soll der Durchbruch kommen. Von entscheidender Bedeutung seien dabei ausreichende Inhalte, erklärte Börner. Während Facebook auch schon an VR-Kurzfilmen arbeiten lässt, kommt eine große Rolle den von Nutzern selbst erstellten Inhalten zu. Selbstgemachte VR-Videos könnten dem Trend auf die Beine helfen.

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