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Schleppender Netzausbau erhöht die Stromkosten

Für Eingriffe Schleppender Netzausbau erhöht die Stromkosten

Die Kosten für die Stabilisierung des Stromnetzes sind zum Jahresauftakt deutlich gestiegen. Im ersten Quartal 2017 mussten die Verbraucher nach Angaben des Branchenverbandes BDEW bereits mehr als 200 Millionen Euro für Eingriffe der Netzbetreiber aufbringen.

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BU

Quelle: Britta Pedersen

Hannover. „Wir sind beim Netzausbau einfach zu langsam“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer am Montag auf der Hannover Messe. Von geplanten 1800 Kilometern seien bisher nur 35 Prozent realisiert worden.

Die Netzbetreiber müssen dafür sorgen, dass Einspeisung und Verbrauch von Strom im Gleichgewicht bleiben. Das Wechselspiel von Mangel und Überfluss wird durch den starken Ausbau der Windkraftanlagen im Norden, Stilllegungen von Kraftwerken im Süden und das Fehlen von Übertragungsleitungen erschwert. Um die Stabilität des Netzes zu garantieren, greifen die Betreiber in den Fahrplan von Kohle- und Gasmeilern ein. Die dadurch entstehenden Kosten werden auf die Stromkunden umgelegt.

Der schleppende Netzausbau erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass die sogenannten Redispatch-Maßnahmen die Verbraucher in der Zukunft noch teurer zu stehen kommen, sagte Kapferer. „Denn der Anteil der Erneuerbaren Energien wird weiter wachsen.“ Von Januar bis März speisten die Betreiber von Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen rund 50 Milliarden Kilowattstunden ins Netz ein, ein Plus von 4 Prozent. Das Ungleichgewicht bei der Stromproduktion dürfte noch zunehmen, weil bis 2025 neue Offshore-Windparks mit einer Kapazität von 8000 Megawatt installiert werden.

Vor diesem Hintergrund warnt der BDEW davor, den Bau konventioneller Kraftwerke aus den Augen zu verlieren. Im Zuge des Atomausstieg und der Stilllegung großer Braunkohleblöcke werde innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Kapazität von rund 26 000 Megawatt aus dem Markt verschwinden, rechnete Kapferer vor. Im gleichen Zeitraum würden jedoch nur neue Kraftwerke mit einer leistung von insgesamt 1832 Megawatt neu ans Netz gehen: „Von einem angeblichen Stromüberschuss kann dann keine Rede mehr sein.“

Aus Sicht des BDEW muss die Politik sicherstellen, dass der Bau insbesondere von Gaskraftkraftwerken für Investoren wieder attraktiver wird. Nur so lasse sich die Sicherheit der Versorgung gewährleisten, wenn weder ausreichend Wind wehe noch die Sonne scheine, sagte Kapferer. Der Branchenverband erneuerte deshalb seine Forderung nach einem „Kapazitätsmechanismus“: Betreiber überzähliger Kraftwerke sollen eine Art Belohnung dafür bekommen, dass sie im Notfall als Reserve einspringen.

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