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Dax-Konzerne erleben "Super-Donnerstag"

Schwacher Euro gibt Rückenwind Dax-Konzerne erleben "Super-Donnerstag"

Der schwache Euro und niedrige Ölpreise treiben die Geschäfte vieler Dax-Konzerne an. Trotz des Rückenwinds halten sie an ihrem Sparkurs fest. Und neben den Kosten gibt es noch andere Probleme.

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Quelle: dpa

Frankfurt/Main . Deutschlands Börsenschwergewichte profitieren vom schwachen Euro und den niedrigen Ölpreisen. Zahlreiche Dax-Konzerne legten am Donnerstag Quartalszahlen vor - und überraschten zum Teil positiv . Für Schwung am Aktienmarkt sorgten die Zahlen zunächst dennoch nicht. Die erneute Schwäche an den chinesischen Börsen überschattete Analysten zufolge die mehrheitlich guten Geschäftszahlen der Unternehmen aus dem deutschen Leitindex.

Die Deutsche Bank arbeitete sich im zweiten Quartal trotz anhaltend hoher Belastungen für Rechtsstreitigkeiten weiter nach oben. Der Vorsteuergewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Dabei profitierte die Bank vom aktiven Handel an den Finanzmärkten und von günstigen Wechselkursen. Der Überschuss hat sich auf 818 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der seit Juli amtierende Co-Chef John Cryan beklagte aber die zu hohen Kosten.

Der Lufthansa verlieh vor allem das günstige Kerosin Aufwind. Zudem gab es keine Streiks im zweiten Quartal. Der Kranich flog in den ersten sechs Monaten einen Gewinn von 954 Millionen Euro ein, nach einem Verlust von 79 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs getrieben vom schwachen Euro um 8,5 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro. An den Sparmaßnahmen beim Personal hält das Unternehmen aber fest.

Auch der Elektrokonzern Siemens profitierte von der Euroschwäche. Allerdings kämpfen die Münchner weiter mit Problemen in ihrer Stromerzeugungssparte. Im dritten Geschäftsquartal legte der Umsatz um acht Prozent auf 18,8 Milliarden Euro zu. Bereinigt um Währungseffekte ergab sich ein Umsatzminus von 3 Prozent. Unter dem Strich gab der Gewinn wegen der Umbaukosten und der Probleme im Stromerzeugungsgeschäft um zwei Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro nach.

Der Chiphersteller Infineon profitierte von guten Geschäften mit Handy- und Laptopherstellern. Von April bis Ende Juni wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 7 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro, der operative Gewinn stieg um 24 Prozent auf 245 Millionen. Enttäuschend war allerdings die Nachfrage nach Chips für die Autoindustrie - die größte Sparte des Unternehmens. Für den Rest des Geschäftsjahres 2014/15 ist Infineon skeptischer: Das Wachstum dürfte am unteren Ende der Prognosespanne liegen.

Der Medizinkonzern Fresenius steckt sich dagegen höhere Ziele, weil das Geschäft der Flüssigmedikamente-Tochter Kabi brummt. Der Konzernumsatz kletterte im zweiten Quartal um mehr als ein Viertel auf 6,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 350 Millionen Euro als Gewinn hängen, ein Plus von 35 Prozent, wie der Konzern bereits am Mittwochabend mitteilte. Die ebenfalls im Dax notierte Tochter Fresenius Medical Care (FMC) leidet dagegen unter der Dollar-Stärke. Der operative Gewinn des Dialyse-Spezialisten fiel im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 547 Millionen Dollar.

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