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Schweiz eröffnet längsten Zugtunnel der Welt

Gotthard-Basistunnel Schweiz eröffnet längsten Zugtunnel der Welt

Zwei Riesenröhren machen den Bahnverkehr durch die Alpen so schnell wie nie zuvor. Der Gotthard-Basistunnel wird als Meisterleistung der Schweiz gefeiert. Mit 57 Kilometern ist er der längste Eisenbahntunnel der Welt. Zahlen und Fakten zum Jahrhundertwerk.

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Längster und tiefster Eisenbahntunnel der Welt: Der neue Gotthard-Bahntunnel macht im Alpentransit mehr Güterverkehr auf der Schiene möglich.

Quelle: EPA/LAURENT GILLIERON

Zürich. Rekord: Der Gotthard-Basistunnel ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Der Seikan-Tunnel zwischen den japanischen Inseln Honshu und Hokkaido ist 53,8 Kilometer lang, der Eurotunnel unter dem Ärmelkanal 50,5 Kilometer lang. Der 1881 errichtete Gotthard-Scheiteltunnel ist nur 15 Kilometer lang.

Noch ein Rekord: Der neue Basistunnel ist der tiefste Tunnel der Welt, da er unter bis zu 2300 Metern Gestein verläuft. Der Gotthard-Scheiteltunnel liegt in einer Höhe von über 1100 Metern viel höher.

Streckenführung: Zwischen Erstfeld (Kanton Uri) und Bodio (Kanton Tessin). Die Strecke ist eben, ohne nennenswerte Steigungen und enge Kurven.

Geschwindigkeiten: Personenzüge sollen in der Regel mit 200 Stundenkilometern fahren, Güterzüge mit 100. Möglich sind Höchstgeschwindigkeiten bis 250 km/h, für Güterzüge zu 160 km/h.

Zeitgewinn (nach Endausbau ab 2020): 45 Minuten zwischen Zürich und Lugano.

Wirtschaftlichkeit: Statt 180 Güterzüge pro Tag – wie im alten Gotthard-Tunnel – können 260 Güterzüge verkehren. Hinzu kommen 65 Personenzüge. Die ebene Strecke auf nur 530 Meter über dem Meeresspiegel macht längere Züge mit mehr Gewicht, weniger Loks und kürzere Fahrtzeiten möglich.

Umwelt: Weite Teile des Güterverkehrs durch die Alpen sollen künftig von der Straße auf die Schiene verlagert werden können.

Arbeitskräfte: 2400 Beschäftigte waren in Spitzenzeiten tätig, gearbeitet wurde rund um die Uhr in drei Schichten.

Steinmassen: Für die beiden einspurigen Hauptröhren sowie die Sicherheits-, Belüftungs- und Querstollen wurde 152 Kilometer lange Strecken aus dem Gestein gebrochen – insgesamt 28,2 Millionen Tonnen.

Kosten: 23 Milliarden Franken (21,5 Mrd. Euro) – einschließlich der Nebentunnel (Lötschberg und Ceneri) sowie Gleis- und Bahntechnik.

Beginn des normalen Fahrbetriebs: Geplant nach 3000 weiteren Testfahrten für den 11. Dezember 2016.

dpa/RND

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