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Deutschland / Welt EZB stellt neuen 50-Euro-Schein vor
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16:18 05.07.2016
Keine falschen Fuffziger mehr? Yves Mersch von der EZB hat den neuen 50-Euro-Schein vorgestellt – die Banknote soll fälschungssicher sein. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
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Frankfurt

Im Kampf gegen Fälscher legt die EZB nach: Nach den Fünfern (2013), Zehnern (2014) und Zwanzigern (2015) wird nun auch der 50-Euro-Schein runderneuert. Das neue Design stellten Europas Währungshüter am Dienstag in Frankfurt der Öffentlichkeit vor. Neue Sicherheitsmerkmale sollen Geldfälschern das Handwerk erschweren.

Was am 50-Euro-Schein jetzt neu ist, sehen Sie hier.

Damit vervollständigt sich allmählich die zweite Serie der Euro-Banknoten seit Einführung des gemeinsamen Bargelds 2002. Runderneuert wurden bereits der Fünfer, der Zehner und der Zwanziger. Der 50er ist die am häufigsten genutzte Stückelung der Euro-Banknoten. Mehr als acht Milliarden davon sind im Umlauf – der Fünfziger stellt damit etwa 45 Prozent aller Euro-Scheine.

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Die "International Bank Note Society" vergibt jährlich den Titel "Banknote des Jahres". Letztes Jahr ist die neuseeländische 5-Dollar-Note ausgezeichnet worden.

Ab Frühjahr 2017 im Einsatz

Bevor Verbraucher die neue 50-Euro-Banknote in Händen halten werden, dauert es noch etwas: Die Europäische Zentralbank (EZB) plant die Einführung für das Frühjahr 2017.

Zunächst bekommen Banken und Handel Gelegenheit, Geräte und Personal auf die neuen Scheine einzustellen. Ab dem 4. April 2017 soll der neue Fünfziger dann unters Volk gebracht werden. Die bisherigen Euro-Banknoten bleiben gültig und werden im Laufe der Zeit aus dem Verkehr gezogen.

EZB: 50er ist "Bekenntnis zum Bargeld"

Bei der Vorstellung des neuen Fünzfziger äußerte sich EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch zu den Spekulationen, die Europäische Zentralbank wolle das Bargeld abschaffen. "Die neue Serie ist das gedruckte Bekenntnis des EZB-Rates zum Bargeld", sagte Mersch. "Wir sind bereits in Vorbereitungen für die nächsten Stückelungen."

In den kommenden Jahren werden noch der 100-Euro-Schein und der 200-Euro-Schein neu aufgelegt. Sie sollen bis Ende 2018 eingeführt sein. Die 500-Euro-Note dagegen wird abgeschafft, weil sie laut EZB zunehmend von Kriminellen genutzt wird, um illegale Einkünfte zu verschleiern und Geld zu waschen. Der 500er wird daher nicht mehr gedruckt, seine Ausgabe gegen Ende des Jahres 2018 eingestellt.

Deshalb soll der 50-Euro-Schein fälschungssicher sein

Der Fünfziger hat die gleichen Sicherheitsmerkmale wie der Zwanziger:

  • Die neue 50-Euro-Geldschein hat ein Porträtfenster. Hält man die banknote gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig und man sieht ein Porträt der griechischen Mythengestalt Europa.
  • Der als glänzende Zahl aufgedruckte Wert "Fünfzig" auf der Vorderseite ändert die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau, wenn man die Banknote neigt.

Durch das Facelift wird aber nicht alles anders. Die Motive bleiben erhalten: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt, stehen auch künftig für Europa – Fantasiearchitektur als klassischer europäischer Kompromiss. Die Grundfarben der Scheine ändern sich ebenfalls nicht: Der Fünfziger behält seine Mischung aus Orange und Braun. Das Gesicht des Euro wollten die Währungshüter erhalten.

dpa/afp/RND/zys/wer

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