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So sieht es im Google-Entwicklungszentrum aus

Neueröffnung So sieht es im Google-Entwicklungszentrum aus

Wenn IT-Konzerne zur Eröffnung eines Entwicklungszentrums laden, sind die dazu gereichten Informationen und Einblicke in das Innenleben bisweilen recht eigen. Das gilt umso mehr, wenn es sich um Google handelt. Das Unternehmen ist dabei, München zum größten deutschen Standort auszubauen - noch vor der offiziellen Zentrale in Hamburg.

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Arbeiten ist auch möglich: Das neue Google-Haus in München, der Kickerraum, das Sportzentrum, die Ruheoase für die Mitarbeiter.

Quelle: Marc Müller/dpa

München. Bis zu 800 Spezialisten sollen in der Nähe der „Hackerbridge“ - pardon: Hackerbrücke - unweit der Theresienwiese Platz finden. Doch damit endet die Transparenz mit den Unternehmenskennzahlen auch schon: Über die Höhe der Investition schweigt der Konzern.

Dazu könne er leider nichts sagen, sagt Wieland Holfelder. Er ist nicht irgendwer, sondern der Google-Entwicklungschef Deutschlands und Hausherr in der Münchner Entwicklungszentrale. Dafür weiß er anderes: „Monatlich verpressen wir hier zweieinhalb Tonnen Orangen zu Saft - wir wollen Mitarbeitern was bieten.“

Schließlich will Google seine Präsenz in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Allein in München sind 400 neue Jobs geplant. Auch die Deutschlandzentrale in Hamburg und der Standort Berlin sollen weiter wachsen.

Für rund 400 Mitarbeiter von Google in München wird mit dem Umzug in ein neues Entwicklungszentrum vieles besser: Mehr Platz, mehr Annehmlichkeiten, mehr Kollegen. 

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Ein Schwerpunkt des Google-Teams in München ist die Entwicklung von Datenschutzprodukten. Server gibt es keine, alles läuft per Cloud. Täglich 100 Billionen Bits werden hier bewegt. Hinter Zürich mit 1600 Entwicklern wird München nun zum zweitgrößten Standort in Europa ausgebaut.

Zur gestrigen Eröffnung hatte Google Alphornbläser aus Oberstaufen bestellt - ein traditioneller Arbeitgeber aber möchte der Konzern nicht sein. In dem schwarz-weißen Gebäude mit Backstein-Fassade können die Beschäftigten auch arbeiten - sie müssen es aber nicht unbedingt: Stattdessen können sie sich im hauseigenen Fitnessstudio mit eigenem Trainer oder auf einem Basketball-Platz fit halten oder in einer Bibliothek mit Lesesesseln entspannen. Im Regal liegen dort auch Gesellschaftsspiele und Legosteine für die Pause zwischendurch. Zweimal pro Woche kommt eine Masseurin ins Haus. Essen, Getränke und Snacks gibt es kostenlos im Restaurant oder an Kaffeebars im Haus.

Jeder Mitarbeiter könne jederzeit kommen, sagt Holfelder. Eine Arbeitszeiterfassung gebe es bei Google nicht. Für Beförderungen seien nicht Manager, sondern Mitarbeiter-Komitees zuständig. „Die Kollegen merken schon, wenn jemand nur im Fitnessstudio ist“, sagt Holfelder.

Auf den Gängen wuselt es. Oft hört man englische Satzfetzen. Junge, schlanke Menschen überall. Die Google-Zentrale versprüht die Atmosphäre eines lebhaften Universitätscampus - „typisch kreative und innovative Google-Arbeitswelt“ heißt das Ganze in der Selbstdarstellung. Mitarbeiter kommen in Scharen: Weltweit erhalte Google zwei Millionen Bewerbungen pro Jahr, sagt Holfelder.

Auf die Nähe zum Hofbräuhaus müssen die Mitarbeiter künftig aber verzichten. Vom alten Büro aus waren es nur etwa 350 Meter zum vielleicht berühmtesten Wirtshaus der Welt. Doch auch daran hat Google gedacht: Es gibt Ersatz - im neuen Büro wird ein eigenes Bier ausgeschenkt, das es nur dort gibt. Das für München typische Helle wird nach dem Reinheitsgebot gebraut und nennt sich - „gBräu“.

Google soll Interesse an Yahoo haben

Bieterwettstreit um Yahoo: Auch Google prüft nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg ein Gebot für das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo. Der Suchmaschinen-Gigant war bisher nicht als möglicher Yahoo-Käufer im Rennen.

Yahoo hat weitere Interessenten: Der Telekom- und Medienriese Verizon wolle kommende Woche ein Angebot für das Webgeschäft sowie Yahoo Japan einreichen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Microsoft, das 2008 schon einmal versuchte, Yahoo zu übernehmen, biete diesmal nicht mit, hieß es weiter. Auch die Telekom-Konzerne AT&T und Comcast hätten sich gegen ein Gebot entschieden. Yahoo war zuletzt an der Börse rund 34 Milliarden Dollar wert. Den Großteil davon macht eine Alibaba-Beteiligung aus.

Von Thomas Magenheim

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