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Probe-Bahncard soll Kunden locken

Sommeraktion der Deutschen Bahn Probe-Bahncard soll Kunden locken

Die Bahn will etwas gegen den Kundenschwund im Fernverkehr tun. Die beliebte Bahncard wird dazu in einer Kurzzeitvariante angeboten. Das Unternehmen hofft, dass viele nach drei Monaten nicht kündigen.

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Die Probe-Bahncard funktioniert wie die normale Bahncard – aber nur für drei Monate.

Quelle: dpa

Berlin. Fernbus-Boom, weniger Kunden im Fernverkehr - die Bahn reagiert und dreht an Preisen und Rabatten: Mit einer Sommer-Angebotsaktion bei der Bahncard will der Konzern neue Kunden gewinnen und alte behalten. "Bahnfahren soll günstiger werden. Wir wollen für noch mehr Menschen ein preiswertes und bequemes Mobilitätsangebot machen", sagte Berthold Huber, der Chef der Bahntochter DB Fernverkehr. Huber steht vor einem Karrieresprung. Er soll künftig im Konzernvorstand den gesamten Schienenverkehr verantworten: Regional- und Fernverkehr für Personen und dazu den Güterverkehr. So steht es auf Wunsch von Bahnchef Rüdiger Grube in der Beschlussvorlage für die wichtigen Sitzung des Aufsichtsrats an diesem Montag. Dort soll es um einen Umbau des Konzerns gehen. Einen "Teil des Versprechens einlösen" wolle die Bahn damit, "das wir mit unserer neuen Fernverkehrsstrategie gegeben haben", sagte Huber am Donnerstag mit Blick auf die neuen Bahncard-Angebote.

Der Köder Probe-Bahncard

Dazu gehört außer "Sparpreisen" für eine begrenzte Zahl von Fahrscheinen auch die Anbindung von mehr kleineren Städten an das Intercity-Netz in den nächsten Jahren und der Ersatz alter Züge durch neue. Nun wird erst einmal an Preisen und Rabatten gedreht. Ende Juli werden nochmals 250.000 Tickets für 19 Euro auf den Markt geworfen. Am 1. August führt das Unternehmen dann Bahncards 25, 50 und 100 mit dreimonatiger Gültigkeitsdauer ein. Sie heißen Probe-Bahncard und sollen der Köder für die reguläre Rabattkarte mit einem Jahr Laufzeit sein, die schon rund fünf Millionen Deutsche besitzen. Mit Bahncards können Kunden Fahrscheine 25 oder 50 Prozent günstiger kaufen. Die Bahncard 100 erlaubt die Fahrt in allen Zügen bundesweit.

Drei Monate Bahncard 25 für die 2. Klasse kosten nun 19 Euro, für die entsprechende Bahncard 50 sind 79 Euro zu zahlen. Vor allem auf die Fernbus-Konkurrenz zielt ein weiteres Angebot: Für eine begrenzte Zeit, im August und September, lockt die Bahn Jugendliche und Erwachsene bis zum Alter von 26 Jahren mit einer einjährigen Bahncard-50-Variante für 69 Euro statt regulär 255 Euro. Ab dem zweiten Jahr sind 127 Euro fällig. Die Kurzzeit-Bahncards haben einen Haken, den die Kunden der regulären Bahncard schon kennen: Kündigen sie nicht sechs Wochen vor Ablauf, bekommen sie automatisch - für mindestens ein Jahr - die normale Bahncard.

Komplexe Sommeraktion

Dennoch begrüßte Peter Naumann, Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn, die Initiative. Es sei gut, dass die Bahn in dieser Weise aktiv werde: "Sie muss auf Marktentwicklungen reagieren, das geht nicht ohne Marketing-Aktionen, mit denen sie auf sich aufmerksam macht." Für die Kunden bedeute das: Die Verkehrsangebote, nicht nur bei der Bahn, würden unübersichtlicher, zugleich gebe es aber mehr Chancen, einen günstigen Fahrschein zu erwerben. Komplex ist die Sommeraktion der Bahn tatsächlich. Im August und September etwa erhalten alle Bahncard-50-Inhaber - anders als sonst - auf Sparpreise zusätzlich 25 Prozent Rabatt. Das gilt nur in Fernzügen, aber nicht im Regionalverkehr. Wer bei einer Reise Fern- und Regionalzug nutzt, braucht ein zweites Ticket. Gelassen sehen die Busunternehmer den Rummel. "Das ist ein Beleg dafür, dass der Wettbewerb funktioniert", sagte der Sprecher ihres Bundesverbands BDO, Matthias Schröter.

In Deutschland stehen seit Anfang 2013 auch Strecken ab 50 Kilometer dem Busverkehr offen. Erfahrungen anderer Länder zeigten, dass beide Verkehrsträger, Busse und Bahnen, davon profitierten, fügte Schröter hinzu. Die Behauptung, die Fernbusse nähmen der Bahn viele Fahrgäste weg, sei eine Mär. Die Deutsche Bahn habe im Fernverkehr 2014 verglichen zum Vorjahr 1,9 Millionen Fahrgäste verloren. Im selben Jahr hätten die Fernbusse rund 17 Millionen Reisende hinzugewonnen.

dpa

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