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Kostenloses Girokonto? Gibt´s bald nirgendwo mehr

Sparkassen-Chef Fahrenschon Kostenloses Girokonto? Gibt´s bald nirgendwo mehr

Noch bieten einige Banken ihre Girokonen gebührenfrei an. Das wird sich bald ändern, meint Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon: In einigen Jahren werde es nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben.

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Sparkassen-Chef Georg Fahrenschon sagt das Ende des kostenlosen Girokontos voraus.

Quelle: Britta Pedersen/dpa

Frankfurt . Kunden von Banken und Sparkassen müssen sich nach Einschätzung von Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon flächendeckend auf Gebühren für die Kontoführung einstellen. "Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird", sagte der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) der "Bild"-Zeitung (Freitag). Für die Nutzung von Geldautomaten sollten Verbraucher aber auch künftig nichts zahlen.

Fragen und Antworten

Antworten rund um die wichtigsten Fragen zur Girkonto-Gebühr haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Fahrenschon bekräftigte damit frühere Aussagen. Bereits im März hatte er verkündet: "Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei." Die Preisgestaltung ist jedoch Sache der einzelnen Geldhäuser und nicht ihrer jeweiligen Dachverbände. Auch die hannoversche Sparkasse hat Gebühren für ihre Girkonten eingeführt. Seit dem 1. Juli müssen Kunden einen Betrag von sieben Euro zahlen. Für Neukunden galt die Regelung bereits ab dem 1. Mai.

Zinserträge brechen weg

Wegen der historisch niedrigen Zinsen brechen den Instituten die Zinserträge weg. Zusätzlich unter Druck ist die Branche, weil Geschäftsbanken für Geld, das sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken, inzwischen 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen müssen. Die Kosten dafür geben viele Banken bereits an ihre Unternehmenskunden oder große Investoren wie Fonds weiter. Das Gros der Privatkunden bleibt indes bisher verschont. Sie müssen allerdings häufig bereits höhere Gebühren zahlen - etwa für Überweisungen oder Bankkarten.

Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, sieht die Branche angesichts des absehbar anhaltenden Zinstiefs unter Zugzwang. "Über Girokonten, Depots oder Kreditkarten zum Nulltarif mögen sich Kunden freuen. Mangels alternativer Ertragsquellen lässt sich dieses Angebot aber nicht auf Dauer aufrechterhalten", sagte Hufeld bei einer Bankentagung am Donnerstag in Frankfurt. "Trotz des harten Wettbewerbs mit Gratisangeboten wird es hier zu einem Umdenken kommen müssen."

dpa/RND/are

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