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Hacker programmieren Viren gegen Unternehmen

Spionage Hacker programmieren Viren gegen Unternehmen

In dem deutschen Kinothriller „Who am I“ sagt der Hacker Max einen interessanten Satz. Die größte Sicherheitslücke sei der Mensch, erklärt er seinem Schützling Benjamin. Ein Unternehmen kann die virtuelle Sperrmauer aus Virenscanner, Trojanerabwehr und Frühwarnsystem noch so hoch ziehen - eine Sekretärin, die in einer Mail auf den Anhang mit dem virenverseuchten Katzenfoto klickt, lässt die Hacker einfach hereinspazieren.

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Leiter der Dienststelle Cybercrime im Bundeskriminalamt, Carsten Meywirth, spricht bei der europäischen "Cyber Security Konferenz" während der CeBIT.

Quelle: Ole Spata

Hannover. Dass diese Filmanekdote täglich in ähnlicher Form passiert, beweisen die Beispiele, mit denen IT-Sicherheitsexperten zurzeit auf der Cebit die Bedrohungen aus der Cybercrime-Szene skizzieren.

„Unternehmen müssen ihre Rechenzentren vor den Nutzern schützen“, sagt Nicolai Landzettel, der gerade vorgeführt hat, wie sich mit einem kleinen Skript sämtliche Zugangsdaten eines Unternehmens ausspähen lassen. Die Hauptdarsteller in seiner Geschichte: Eine panische Sekretärin und ein IT-Spezialist, der nicht genau hingeschaut hat. Denn durch geschickte Manipulation des Druckers zwang der Hacker den IT-Administrator dazu, sich auf dem verwanzten Rechner der Sekretärin einzuloggen. Und während dieser das Druckerproblem behob, las das Skript im Hintergrund fleißig all seine Passwörter aus. „Das ist eins von einigen Szenarien, die wir mit Kunden erlebt haben“, sagt Data-Sec-Mitarbeiter Landzettel.

Auch beim Security-Unternehmen Kasperski weiß man um die Gefahren durch den Nutzer. „Viele Angriffe sind mittlerweile personalisiert und zielen direkt auf die Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens“, sagt Dirk Kollberg. Dabei werden oft kleine Betriebe gehackt, um über deren Verbindungen in die Netzwerke großer, gut gesicherter Unternehmen zu gelangen. „Zum Beispiel durch Techniker, die den Virus nichtsahnend ins Haus schleppen.“

Das Schadpotenzial von Hackern fasst Carsten Meywirth, Leiter der Abteilung für Cybercrime beim Bundeskriminalamt, in Zahlen zusammen. Rund die Hälfte aller Internetnutzer sei im vergangenen Jahr von Angriffen betroffen gewesen, rund 440 000 Arten von Malware waren im Umlauf. Dabei sei ein Schaden von weltweit rund 50 Milliarden Euro entstanden. „Es sind nicht nur Profis, die Viren und Trojaner losschicken“, sagt Meywirth. Denn im Darknet gibt es für jedes Vorhaben die passende Malware zu kaufen. Und dann braucht es nur noch eine Sekretärin, die Katzen süß findet, um jedes Virenschutzprogramm auszuhebeln.

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