Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Starke Lohneinbußen bei Geringverdienern
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Starke Lohneinbußen bei Geringverdienern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:38 19.07.2011
Geringverdiener in Deutschland bekommen immer weniger Geld. Quelle: dpa (Symbolbild)
Anzeige
Berlin

Bei Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen betrugen die Einbußen preisbereinigt 16 bis 22 Prozent, wie eine Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergab.

Das DIW wertete dem Bericht zufolge neue Umfrageergebnisse des sozioökonomischen Panels aus. Demnach sanken zwischen 2000 und 2010 die realen Nettoeinkommen von Geringverdienern besonders stark. Im Durchschnitt aller Beschäftigten gingen die Nettogehälter preisbereinigt um 2,5 Prozent zurück. Beschäftigte in der höchsten Einkommensgruppe verbuchten ein leichtes Plus von knapp einem Prozent.

Die Wirtschaft sei seit der Jahrtausendwende ordentlich gewachsen, sagte DIW-Experte Markus Grabka der Zeitung. Doch bei den meisten Erwerbstätigen sei davon nichts angekommen. Die Politik hatte die Ausweitung des Niedriglohnsektors mit den Hartz-Reformen massiv unterstützt.

Gleichzeitig haben vor allem Zeitarbeit und Minijobs im vergangenen Jahr den deutschen Arbeitsmarkt beflügelt. Die sogenannte atypische Beschäftigung trug zu gut 75 Prozent zum Wachstum auf dem Arbeitsmarkt bei, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Minijobber, Teilzeitbeschäftigten und Mitarbeiter mit befristeten Jobs stieg auf 7,84 Millionen.

Den größten Zuwachs gab es im Vergleich zum Vorjahr mit 182.000 Personen bei den Zeitarbeitern. Diese Jobs trugen zu 57 Prozent zum Beschäftigungswachstum 2010 bei. Insgesamt stieg die Zahl der abhängig Beschäftigten im vergangenen Jahr um 322.000 auf 30,9 Millionen.

dpa/sta

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der deutsch-russische „Petersburger Dialog“ soll auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern festigen. Im Anschluss der deutsch-russischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Hannover sollen Vereinbarungen von Unternehmen unterzeichnet werden, die deutsch-russische Geschäfte besiegeln wollen.

18.07.2011

Der weltweit viertgrößte Reifenhersteller Continental hat sämtliche Anteile der indischen Gesellschaft Modi Tyres Company Limited gekauft. Mit lokaler Produktion und lokalem Vertrieb von Reifen für Lastwagen, Busse und Pkw will Conti seine Präsenz auf dem Subkontinent erhöhen.

18.07.2011

Der Goldpreis ist mit der Sorge der Investoren um eine Eskalation der Schuldenkrise auf ein neues Rekordhoch gesprungen. Im Vormittagshandel am Montag kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) erstmals mehr als 1600 Dollar.

18.07.2011
Anzeige