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Mehr Deutsche arbeiten zu ungünstigen Zeiten

Statistisches Bundesamt Mehr Deutsche arbeiten zu ungünstigen Zeiten

Das Arbeitsleben verändert sich – eine Konsequenz: Die Deutschen müssen mehr arbeiten und vor allem zu ungünstigeren Zeiten. Schuld daran sind zumeist die ausgedehnten Öffnungszeiten im Handel.

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Immer mehr Deutschland arbeiten zu ungünstigeren Zeiten.

Quelle: dpa

Obwohl die Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland kontinuierlich steigt, muss auch jeder Einzelne in seinem Job länger ran. Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob mussten im vergangenen Jahr im Schnitt 40,5 Stunden wöchentlich arbeiten. Das war eine halbe Stunde mehr als 20 Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf der Grundlage von Mikrozensus-Befragungen berichtete. Ähnlich sieht es bei den Teilzeitbeschäftigten aus, die im vergangenen Jahr 19,3 Wochenstunden leisteten - auch dies ist eine halbe Stunde mehr als 1996.

Die durchschnittliche Arbeitszeitverlängerung ist nach Ansicht des Experten Enzo Weber vom bundeseigenen Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aber in erster Linie auf den Rückgang der Mini-Jobs zurückzuführen. Insbesondere im Einzelhandel mit seinen deutlich verlängerten Ladenöffnungszeiten falle zusätzliches Arbeitsvolumen an, das von Voll- und Teilzeitkräften erledigt werde.

Im Gegensatz zu den Arbeitnehmern arbeiteten Selbstständige im Jahr 2015 mit 48,9 Wochenstunden wesentlich länger, allerdings hat sich ihre Wochenarbeitszeit seit 1996 auch sehr deutlich um sechs Stunden reduziert. Sie haben ein deutlich kürzeres Wochenende als Arbeitnehmer: Mehr als die Hälfte (52,5 Prozent) gab Samstagsarbeit an, jeder Vierte (24,8 Prozent) den Sonntag. Das ganze Wochenende war bei 23,9 Prozent der Selbstständigen belegt.

Bei den Arbeitnehmern sind die Anteile der Wochenendbeschäftigung grob halb so groß. Auch bei ihnen zeigt sich der Trend zu ungünstigeren Arbeitszeiten: Fast jeder Vierte arbeitet ständig oder regelmäßig abends, knapp jeder Zehnte in der Nacht.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht den Trend zu langen und atypischen Arbeitszeiten bereits verfestigt und verlangt Reformen für mehr Arbeitszeitsouveränität. "Arbeitszeit muss besser erfasst und vollständig vergütet werden. Die Bereitschaft der Beschäftigten zu flexiblen Arbeitszeiten darf nicht länger zu unbezahlten Überstunden führen", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Die Arbeitnehmer müssten flexible Arbeitszeitmodelle selbstbestimmt nutzen können.

Wegen der stark gestiegenen Teilzeitquote ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen aber in den vergangenen Jahren in Deutschland kontinuierlich gesunken. Seit 1991 ist sie um drei auf 35,2 Stunden im Jahr 2015 zurückgegangen und liegt damit deutlich unter EU-Schnitt. Das hängt damit zusammen, dass immer mehr Menschen am Erwerbsleben teilnehmen, aber eben nicht alle in Vollzeit.

dpa

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