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Steuerzahler arbeiten ab Dienstag für sich

Berechnungen des Steuerzahlerbundes Steuerzahler arbeiten ab Dienstag für sich

Rein rechnerisch haben die deutschen Steuerzahler bisher nur für den Staat und die Sozialkassen gearbeitet. Erst ab Dienstag landet das Einkommen der Arbeitnehmer in ihrem Portemonnaie. Das hat der Bund der Steuerzahler ausgerechnet.

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Rein rechnerisch haben die deutschen Steuerzahler 2016 bisher nur für die Staatskasse gearbeitet – sagt der Steuerzahlerbund.

Quelle: dpa/Franziska Kraufmann

Berlin. Müssten die Arbeitnehmer und Betriebe in Deutschland zuerst die gesamten Steuern und Sozialabgaben eines Jahres bezahlen, hätten sie bisher nur für die Staatskasse gearbeitet – und erst ab Dienstagnachmittag 14.44 Uhr würden ihre Einkommen und Einnahmen in ihrem eigenen Portemonnaie landen.

Das erklärte der Steuerzahlerbund am Montag in Berlin und ernannte den Dienstag deshalb zum "Steuerzahlergedenktag". Damit haben Arbeitnehmer und Betriebe in diesem Jahr länger in die Staatskassen eingezahlt als in den Vorjahren. Zwischen 2012 und 2014 fiel der "Steuerzahlergedenktag" jeweils auf den 8. Juli.

Von 1 Euro bleiben 47,1 Cent übrig

Die "volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote" werde im Jahr 2016 bei voraussichtlich 52,9 Prozent liegen, erklärte der Steuerzahlerbund weiter. Von jedem verdienten Euro blieben also nur 47,1 Cent übrig.

Der bei Ökonomen umstrittene "Steuerzahlergedenktag" ist ein Rechenbeispiel. Es zeigt an, wie viel der Staat vom Einkommen der Bürger und Betriebe über Steuern und Sozialabgaben zunächst einbehält. Zu Buche schlagen auch die gestiegenen Steuereinnahmen in Folge der Lohnerhöhungen sowie stabilen Beschäftigungslage.

Der Steuerzahlerbund bezieht allerdings auch die EEG-Umlage zur Ökostrom-Förderung sowie den Rundfunkbeitrag ein. Kritiker verweisen unter anderem darauf, dass Beitragszahler für ihre Einzahlung in Sozialkassen auch Gegenleistungen erhalten. Mit den Steuereinnahmen würden Bereiche wie Bildung, Sicherheit, Verteidigung, Kinderbetreuung oder Straßenbau finanziert.

dpa/RND/wer

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