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Deutschland / Welt Schimmelpilz in vielen Nuss-Nougat-Cremes
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Schimmelpilz in vielen Nuss-Nougat-Cremes
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08:00 23.03.2016
Bei Nuss-Nougat-Cremes gibt es wenige Ausreißer nach unten: Die meisten erhalten von der Stiftung Warentest ein "gut" oder "befriedigend". Allerdings weisen viele Schimmelpilzgifte auf. Quelle: dpa/Archiv
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Berlin

In zahlreichen Nuss-Nougat-Cremes hat die Stiftung Warentest bei einer Laboruntersuchung Schimmelpilzgifte gefunden. In 16 von 21 getesteten Schokoladen-Aufstrichen waren sogenannte Aflatoxine nachweisbar, wie es in der April-Ausgabe der Zeitschrift "test" heißt. Alle hielten demnach jedoch den Grenzwert ein. In den anderen fünf Produkten wurden keine Schimmelpilzgifte gefunden, darunter im Klassiker Nutella sowie in den günstigeren Alternativen von real, Kaufland und Aldi Nord und dem Bio-Produkt Bionella.

Aflatoxine können entstehen, wenn falsch gelagerte oder nicht richtig getrocknete Haselnüsse schimmeln. Laut Stiftung Warentest sind diese Gifte "nicht immer vermeidbar". Die erhöhten Aflatoxin-Gehalte in den untersuchten Nuss-Nougat-Cremes könnten dem Bericht zufolge saisonal bedingt sein. Möglicherweise sei "mehr Ware schlechterer Qualität in den Handel gekommen", nachdem die Haselnussernte im Hauptanbauland Türkei 2014 schlecht ausgefallen sei.

Teuerste Creme wird abgewertet

Die Stiftung Warentest prüfte nicht nur den Schadstoffgehalt der 21 Schoko-Aufstriche, sondern unter anderem auch Aussehen und Geschmack sowie die Verpackungen, die darauf zu findenden Angaben und Werbeaussagen. Und hier schnitten die Test-Kandidaten deutlich besser ab: Neben Test-Sieger Nutella holten noch fünf weitere Nuss-Nougat-Aufstriche das Gesamturteil "gut". Zwölf Cremes beurteilten die Tester als "befriedigend", eine wurde als "ausreichend" eingestuft.

Zwei der 21 getesteten Schoko-Cremes erhielten das Gesamturteil "mangelhaft". Die mit 1,74 Euro pro 100 Gramm teuerste Creme wurde laut Stiftung Warentest wegen Schadstoffen aus dem Fett abgewertet. Die andere war demnach auf der Verpackung als "laktose- und milchfrei" deklariert worden. Sie enthielt aber "mehr als nur Spuren von Laktose und Milcheiweiß".

afp/dpa/zys

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