Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Streik bei Lufthansa abgesagt
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Streik bei Lufthansa abgesagt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:19 25.11.2015
Symbolbild Quelle: dpa
Anzeige
Frankfurt/Main

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat ihren für diese Woche geplanten Streik des Kabinenpersonals bei Lufthansa abgesagt. Das teilte Ufo am Mittwoch in Frankfurt nach einem Spitzengespräch mit dem Vorstand der Fluggesellschaft mit. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft zu einem Streik an diesem Donnerstag und Freitag aufgerufen.

Beide Seiten hielten am Ziel eines "Jobgipfels" fest, bei dem am 2. Dezember Vertreter des Konzerns sowie der drei Gewerkschaften Ufo, Verdi und Cockpit teilnehmen sollen. Dazu seien aber bis dahin noch weitere Verhandlungen über das konkrete Verfahren notwendig, so die Gewerkschaft. Bis zum Jobgipfel soll es keine weiteren Ausstände des Kabinenpersonals geben.

Lufthansa habe die Zwischenmitteilung der Schlichter zur Alters- und Übergangsversorgung aus dem Sommer 2015 als Ausgangsbasis akzeptiert, teilte die Ufo weiter mit. Für weitere Themen wird grundsätzlich eine Schlichtung angestrebt, wie auch die Lufthansa bestätigte.

Am Montag hatte Ufo knapp zwei Wochen nach dem bislang härtesten Arbeitskampf in der Geschichte des Unternehmens die Flugbegleiter zur erneuten Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Gewerkschaft hatte dies damit begründet, dass bei ihr kein verbessertes Angebot zur Alters- und Übergangsversorgung für die rund 19 000 Lufthansa-Flugbegleiter eingegangen sei. 

Die Flugbegleiter hatten am 13. November einen einwöchigen Streik beendet, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Betroffen waren etwa 550 000 Passagiere. Zuvor hatten die Piloten der Lufthansa in bislang 13 Runden seit April 2014 gestreikt. 

Es geht bei beiden Berufsgruppen offiziell um die Früh- und Betriebsrenten, die Lufthansa kürzen und in der Systematik umstellen will. Im Hintergrund geht es aber auch um die Auswirkungen des Konzernumbaus, mit dem Arbeitsplätze zur Billigtochter Eurowings und ins Ausland verlagert werden. 

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

76 Angeklagte müssen sich ab Freitag in Athen vor Gericht verantworten. Es geht um angebliche Schmiergeldzahlungen, die der Siemens-Konzern gezahlt haben soll, um einen Großauftrag an Land zu ziehen. Auf Bestechung steht in Griechenland lebenslange Haft.

27.11.2015

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig weitet ihre Ermittlungen in der Abgas-Affäre aus. Die Behörde hat jetzt ein zweites förmliches Ermittlungsverfahren gegen VW eröffnet. Dieses Mal wird wegen Steuerhinterziehung ermittelt.

24.11.2015

Welches Lenkrad hätten Sie denn gerne? Beim Golf 7 gab es bislang 117 Varianten, 341 für die Vordersitze und 58 unterschiedliche Heckspoiler. Jetzt will Volkswagen abrüsten.

Lars Ruzic 27.11.2015
Anzeige