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21:09 07.10.2014
Wenn sich der Zug wegen des geplanten Streiks bei der Deutschen Bahn um mehr als 60 Minuten verspätet, bekommen Reisende einen Teil des Geldes zurück. Quelle: dpa
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Berlin

Die Deutsche Bahn kann in diesem Fall keine höhere Gewalt geltend machen. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im September 2013 (Rechtssache C-509/11). Ab 60 Minuten Verspätung erhalten Bahnkunden 25 Prozent des Reisepreises zurück, ab 120 Minuten sind es sogar 50 Prozent.

Service

Die Bahn hat eine kostenlose Servicenummer freigeschaltet: 08000 996633. Aktuelle Informationen gibt es auch unter www.bahn.de/aktuell und für Handynutzer unter m.bahn.de.

Angesichts des Streiks am Abend rät die Deutsche Bahn den Fahrgästen, möglichst Züge zu benutzen, die vor 21.00 Uhr den Zielbahnhof erreichen. Mit Streikbeginn werden die Lokführer der GDL zufolge nur noch den nächsten Bahnhof ansteuern. Für Reisende ist dort Endstation. „Wir versuchen, in jedem Einzelfall zu helfen. Aber wir befürchten, dass wir das nicht können“, sagte ein Bahn-Sprecher.

Bahn übernimmt Taxikosten

Unter Umständen müssen Reisende auf ein Taxi umsteigen, wenn sie abends noch ihr Ziel erreichen wollen. Die Kosten übernimmt die Bahn, wenn der Zielort wegen des Zugausfalls zwischen 0:00 und 5.00 Uhr oder erst mit mehr 60 Minuten Verspätung erreicht wird. Das gilt auch, wenn es sich um den letzten Zug des Tages handelt und der Zielbahnhof ohne ein anderes Verkehrsmittel nicht mehr erreicht werden kann. Darauf weist die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hin. Die Bahn erstattet auch „angemessene“ Kosten für eine Übernachtung, wenn die Fortsetzung der Reise am Abend nicht mehr möglich ist.

Kulanzregel: Kostenlose Erstattung

Daneben gelten die Kulanzregelungen der Bahn: Kunden, die von streikbedingten Zugausfällen oder Verspätungen betroffen sind, können sich ihre Fahrkarte und Reservierung kostenlos erstatten lassen. Das geht etwa in den DB-Reisezentren. Online-Tickets können über ein Formular im Internet erstattet werden.

Zugbindung wird aufgehoben

Außerdem dürfen Bahnreisende einen höherwertigen Zug nutzen, wenn der ursprünglich gebuchte Zug nicht fährt. Bei zuggebundenen Tickets werde die Zugbindung aufgehoben, erklärt die Bahn. Ausgenommen seien Länder-Tickets, manche regionale Angebote wie das Schönes-Wochenende- und das Quer-durchs-Land-Ticket sowie reservierungspflichtige Züge.

dpa

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