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VW muss Golf-Produktion stoppen

Streit mit Zulieferer VW muss Golf-Produktion stoppen

Der Konflikt mit einem Zulieferer zwingt Volkswagen dazu, die Golf-Produktion in Wolfsburg vorübergehend zu stoppen. Von Sonnabend an stehen die Bänder im Stammwerk voraussichtlich neun Tage lang still. In einer internen Mitteilung hat der Konzern die Mitarbeiter bereits darüber informiert, wie ein VW-Sprecher am Donnerstagabend bestätigte.

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Bei VW droht Kurzarbeit in großem Ausmaß, weil es Streit mit einem Zulieferer gibt.

Quelle: dpa

Wolfsburg. In Emden hat VW schon für 7200 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt, womöglich muss der Konzern die Maßnahme noch massiv ausdehnen: Die Rede ist von mehr als 20.000 Mitarbeitern, die am Ende davon betroffen sein könnten. Auch für die Werke in Braunschweig, Kassel und Zwickau könnte demnächst Kurzarbeit gelten. Für Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover gibt es solche Pläne noch nicht.

Die Hintergründe der Auseinandersetzung zwischen Volkswagen und zwei Zulieferbetrieben sind noch unklar. Die Folgen aber sind drastisch: Betroffen ist die Produktion der wichtigen Modelle Golf und Passat.

Die Passat-Produktion in Emden war ins Stocken geraten, weil ein Tochterunternehmen des Mischkonzerns Prevent keine Sitzbezüge mehr geliefert hatte. Jetzt hat ein weiteres Prevent-Tochterunternehmen offenbar die Lieferung eines wichtigen Getriebebauteils eingestellt. Ohne dieses Bauteil könne VW keine Getriebe ausliefern, wie ein Sprecher des Werkes in Kassel sagte, das auf die Fertigung von Getrieben spezialisiert ist. VW prüft demnach derzeit, ob dieses Teil auch von anderen Zulieferern bezogen werden kann.

Lies attackiert Zulieferer im Landtag

Niedersachsens Wirtschaftsminister und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies (SPD) attackierte Donnerstag im Landtag die Zulieferer. „Es ist ein unglaubliches und für mich nicht nachvollziehbares Verhalten der Unternehmen“, sagte er vor den Abgeordneten. Die Unterbrechung der Lieferkette sei für den Autobauer eine „schwere Belastung“.

Eine schnelle Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Die juristische Auseinandersetzung um die fehlenden Getriebeteile geht erst am 31. August in einer mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Braunschweig weiter. VW hatte gegen den Zulieferer, ES Automobilguss aus Sachsen, eine einstweilige Verfügung erwirkt. Da dies aber ohne mündliche Verhandlung geschah, hatte die Firma Möglichkeit zum Widerspruch, über den nun Ende August verhandelt wird. Mindestens so lange dürfte die Lieferung der Getriebeteile ausfallen.

ES Automobilguss wollte sich Donnerstag nicht näher äußern. „Unsere Unternehmensgruppe befindet sich in einer juristischen Auseinandersetzung mit Volkswagen und ist in diesem Zusammenhang auch zur Vertraulichkeit verpflichtet“, sagte Alexander Gerstung aus der Geschäftsführung des sächsischen Betriebes. Gegen die Schwesterfirma von ES Automobilguss, die für VW Sitzbezüge herstellt, habe der Autobauer bereits einen wirksamen Vollstreckungstitel, sagte ein Gerichtssprecher. Auch VW hält sich zu Einzelheiten zurück.

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Rechtsstreit mit Zulieferer

Für das Werk in Emden musste VW schon Kurzarbeit beantragen, dies droht nun auch im Stammwerk in Wolfsburg sowie im Getriebewerk Kassel: Hintergrund ist ein Rechtsstreit mit einem Zulieferer, der keine Teile mehr liefert. Es geht um Textilstoffe und Leder für das Fahrzeuginnere.

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