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Bahn-Marktanteil sinkt weiter

Studie zum Regionalverkehr Bahn-Marktanteil sinkt weiter

Im Regionalverkehr müssen sich Zugreisende an neue Betreiber gewöhnen. Denn die Wettbewerber der Bahn drängen verstärkt auf den Markt und sichern sich große Aufträge.

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Ein Zug des Zugbetreibers National Express hält im Hauptbahnhof in Köln.

Quelle: Henning Kaiser/dpa

Berlin. Für Bahnfahrgäste werden die Angebote im Regionalverkehr in den nächsten Jahren noch vielfältiger. Die Deutsche Bahn als Marktführer verliert nach einer aktuellen Analyse weiter Marktanteile an Konkurrenten wie Transdev oder National Express.

Bei den Vergabeverfahren für die regionalen Schienennetze sei der Wettbewerb wieder deutlich intensiver geworden, heißt es in der Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr und der Beratungsfirma BSL Transportation Consultants.

Die Bahntochter DB Regio kam demnach, gemessen an den Zugkilometern, im Jahr 2014 auf einen Marktanteil von 74 Prozent. In diesem Jahr dürfte er auf unter 70 Prozent sinken. "Das Bild wird bunter", sagte BSL-Wettbewerbsexpertin Barbara Hüttmann mit Blick auf die kommenden Jahre.

So zeigt die Auswertung der bis Ende 2015 abgeschlossenen Ausschreibungen, dass die Deutsche Bahn für die Jahre 2016 und 2019 lediglich jeweils 24 Prozent der vergebenen Zugkilometer gewonnen hat. In den Jahren 2017 (87 Prozent) und 2018 (69 Prozent) liegt der Staatskonzern dagegen klar vorn.

Der Regionalverkehr wird von den Bundesländern bestellt und bezuschusst – darum kümmern sich die Verkehrsverbünde, die in der Bundesarbeitsgemeinschaft organisiert sind.

Als neue Betreiber auf dem deutschen Markt etablierten sich zuletzt die britische Privatbahnen National Express und Go-Ahead. National Express ist seit Dezember auf zwei Regionalbahnlinien in Nordrhein-Westfalen unterwegs. In Nürnberg soll das Unternehmen ab 2018 die S-Bahn betreiben. Dort überprüft aber die zuständige Vergabekammer auf Antrag von DB Regio noch die Entscheidung.

Go-Ahead und Abellio haben den Zuschlag für das Stuttgarter Nahverkehrsnetz von 2019 an erhalten. Auch dort läuft noch ein Rechtsstreit. Das Oberlandesgericht Karlsruhe verhandelt am 22. April über eine Beschwerde der Bahn gegen die Entscheidung der Vergabekammer.

dpa

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