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Stuttgart sperrt Diesel ab 2018 aus

Fahrverbote bei Feinstaubalarm Stuttgart sperrt Diesel ab 2018 aus

Als Reaktion auf die hohe Feinstaubbelastung schafft die Politik in Stuttgart Fakten: Ab 2018 sind dort Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge möglich. Das hat das grün-schwarze Kabinett beschlossen. Die Sperre gilt für alle Autos, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen.

Diesel-Fahrzeuge, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, müssen in Stuttgart ab 2018 bei Feinstaubalarm stehen bleiben.
 

Quelle: dpa

Stuttgart. Zur Verbesserung der stark mit Schadstoffen belasteten Luft in Stuttgart gibt es ab 2018 Fahrverbote für viele Dieselfahrzeuge. Bei Feinstaubalarm werden ab 2017 besonders belastete Straßen für viele Diesel gesperrt, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Dies hat am Dienstag die grün-schwarze Landesregierung beschlossen. Land und Stadt sind in der Pflicht, dem Verwaltungsgericht Stuttgart bis Ende Februar zu erklären, wie sie die Luft nachhaltig verbessern wollen. Die Feinstaubwerte sind in der Landeshauptstadt deutlich zu hoch.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erneuerte seine Forderung zur Einführung der blauen Plakette auf Bundesebene als „das wirksamste Instrument der Luftreinhaltung“. Das habe ein Gutachten gezeigt. Für die blaue Plakette gibt es allerdings bislang keine Mehrheit auf Bundesebene. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) lehnt es ab, mit einer neuen Plakette Dieselfahrzeuge aus den mit Stickoxiden und Feinstaub belasteten Innenstädten auszusperren.

Wie reagiert Hannover?

Damit dürfte auch die Debatte um Luftverschmutzung in Hannover weiter angefacht werden. In Hannover wird angesichts der Belastung vor allem an Ausfallstraßen um Strategien für eine Luftverbesserung gerungen. Zuletzt hatten die Grünen gefordert, Straßen zeitweise zu sperren. Noch immer ist die Luft in Hannover derart mit Schadstoffen belastet, dass EU-Grenzwerte nicht eingehalten werden. 

In Hannovers Umweltdezernat wird deshalb an einem „Luftreinhalteplan“ gearbeitet, der für Hannovers Autofahrer einige Unannehmlichkeiten bereithalten dürfte, insbesondere für Halter von Dieselfahrzeugen. Sie gelten als Hauptverursacher für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid. „Wir werden nicht umhinkommen, die Zahl der Dieselfahrzeuge in der City zu verringern“, sagt Hannovers Grünen-Chef Daniel Gardemin. Partielle Straßensperrungen seien ein Kompromiss.

Im niedersächsischen Umweltministerium, ebenfalls unter grüner Führung, will man anders vorgehen. Minister Stefan Wenzel setzt auf Investitionen in Elektromobilität, Carsharing und Nahverkehr.

Von dpa/RND/zys/frs

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