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Supermärkte und Naturkostläden buhlen um Kunden

Öko-Lebensmittel Supermärkte und Naturkostläden buhlen um Kunden

Öko-Produkte gibt es mittlerweile sogar im Discounter. Der Fachhandel will nun gegen diesen Trend gegensteuern – und sich auf die „eigenen Stärken“ besinnen.

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„Kundenströme werden umgelenkt“: Bio-Ware ist inzwischen in fast jedem Supermarkt zu haben. Foto: dpa

Quelle: Oliver Berg

Nürnberg. Am Anfang war es Bio-Milch. Später kamen Karotten, Sellerie, Lauch und Gurken dazu. Inzwischen füllen Bio-Produkte in konventionellen Supermärkten ganze Regalreihen. Dazu kommt, dass Bio-Markt-Ketten wie Denn’s, Alnatura und Basic ihre Filialnetze ausbauen. Naturkost, einst Nischenprodukt für Öko-Freaks, ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der klassische Naturkosthandel will die weltgrößte Messe für Naturkost und Naturwaren Biofach in dieser Woche in Nürnberg zu einer Rückbesinnung auf seine Wurzeln nutzen.

Aktuelle Entwicklungen weisen nach Beobachtung von GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth auf Marktverschiebungen hin: „Gerade in den vergangenen Monaten haben Supermärkte bei Naturkost stark zugelegt. Es gelingt ihnen mehr und mehr, Kundenströme zu sich umzulenken“, berichtet der Nürnberger Konsumforscher.

Jüngste Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) scheinen das zu bestätigen: Während der klassische Supermarkt seinen Anteil am Gesamtumsatz mit Bio-Lebensmitteln 2016 um 14,6 Prozent auf 5,45 Milliarden Euro steigern konnte, wuchs der Naturkostumsatz mit Bio-Lebensmitteln lediglich um 5,0 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro. Der Rest von 1,18 Milliarden Euro verteilt sich unter anderem auf Wochenmärkte, Reformhäuser und den Versandhandel. Adlwarth wundert diese Entwicklung nicht: „Wenn Verbraucher im Supermarkt immer mehr Bio-Produkte vorfinden, ist es eine Frage der Bequemlichkeit, sich gleich dort einzudecken.“

Dass die Supermärkte den Trend der Zeit erkannt haben, zeigt sich etwa bei Edeka oder Rewe. Kunden der 3300 Rewe-Supermärkte könnten - je nach Saison und Ernte - aus bis zu 500 verschiedenen Bio-Lebensmitteln auswählen, berichtet Rewe-Pressesprecher Andreas Krämer. Selbst beim Discounter Penny, einer Tochter der Rewe-Group, gebe es im Sortiment rund 100 gelistete Bio-Artikel. In den rund 4000 Edeka-Märkten könne die Auswahl an Bio-Artikeln je nach Marktgröße und Kundennachfrage vor Ort sogar aus mehreren Tausend Artikeln bestehen, berichtet Kerstin Hastedt, Sprecherin in der Hamburger Edeka-Zentrale. Alle Produkte erfüllten mindestens die EU-Bio-Verordnung. „Das Angebot wird entsprechend der Kundennachfrage kontinuierlich angepasst und ausgebaut.“

Der Naturkostfachhandel versucht, der Entwicklung mit der Besinnung auf die „eigenen Stärken“ zu begegnen. Dazu gehört für die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN), Elke Röder, beispielsweise das konsequente Bio-Angebot: „Bei uns muss der Kunde nicht wie im konventionellen Lebensmittelhandel ständig schauen, ob das Produkt auch wirklich Bio ist.“ Mehr noch: In Naturkostläden gehe es um die Bewahrung der Gründeridee, etwa die Weiterentwicklung des Öko-Landbaus als Beitrag zu mehr Tierwohl und Umweltschutz. Zudem erfüllten viele Produkte im Bio-Laden wesentlich schärfere Kriterien als nur die EU-Bio-Verordnung, etwa die des Demeter-Verbandes. Allerdings beginnen auch hier die Grenzen zu verschwimmen: Seit Herbst letzten Jahres dürfen Demeter-Betriebe unter bestimmten Bedingungen auch den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel beliefern.

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