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Tarifgespräche bei Lufthansa abgebrochen

Verhandlungen mit Pilotengewerkschaft Tarifgespräche bei Lufthansa abgebrochen

Seit rund vier Jahren liegen Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Cockpit im Streit. Zuletzt schienen beide Seiten einen wichtigen Schritt zu einer Beilegung des Konflikts gemacht zu haben. Dazu kommt es nun aber vorerst doch nicht.

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Die Gespräche zwischen der Lufthansa und der Vereinigung Cockpit sind vorerst beendet.

Quelle: dpa

Frankfurt. Nach langen Verhandlungen im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sind die Gespräche ergebnislos abgebrochen worden. Das bestätigte ein Lufthansa-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zum Samstag. In einem internen Schreiben der VC-Tarifkommission, das der dpa vorlag, hieß es, dass es keine weiteren Gespräche geben werde. Von Streiks war zunächst nicht die Rede.

Beide Seiten hätten sich "zuletzt in vielen Punkten angenähert, dann aber in einigen Fragen auch wieder voneinander entfernt", sagte der Lufthansa-Sprecher. "Lufthansa ist auch weiterhin davon überzeugt, dass eine Einigung möglich ist, und wird alles daran setzen, die Gespräche mit der Vereinigung Cockpit wieder aufzunehmen."

Auch in dem VC-Schreiben wurde angemerkt, dass es "zunächst eine hoffnungsvolle Annäherung zwischen uns und dem Lufthansa Management gab". Jetzt sei aber festzuhalten, "dass wir keinen Sinn in weiteren Gesprächen mehr erkennen können. (...) Ob die Lufthansa Group erfolgreich sein wird, wenn jeder Bereich nur seine eigenen Interessen verfolgt und diese nicht zentral zusammengeführt werden, ist mehr als fraglich." Seit mehreren Wochen hatten Cockpit und Lufthansa hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dabei ging es um Themen wie die Übergangsversorgung der rund 5400 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings im Konzerntarifvertrag, Gehälter und die Sicherheit der Arbeitsplätze in Zeiten von Billigangeboten. Einer der Hauptstreitpunkte war die Übergangsversorgung der Flugzeuglenker. Lufthansa wollte erreichen, dass die Piloten später als derzeit in den Vorruhestand gehen. Bislang war die Frührente mit 60 Prozent der Grundbezüge im Einzelfall bereits mit 55 Jahren möglich, wenn sämtliche neu eintretenden Vorruheständler zusammen einen Altersschnitt von 58 Jahren erreichten.

Lufthansa hatte die Regeln dazu zum Jahresende 2013 einseitig gekündigt. Der Konflikt war daraufhin eskaliert. Der Vergütungstarifvertrag ist bereits seit dem Frühjahr 2012 offen.

Lufthansa-Piloten hatten in dem Konflikt bis in den vergangenen Spätsommer hinein 13 Mal zeitweise die Arbeit niedergelegt. Nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hessen war am 9. September der vorerst letzte Pilotenstreik bei der Lufthansa abgebrochen worden.

Das Gericht urteilte, die Gewerkschaft habe mit ihrem Streik auch Ziele verfolgt, die bei Verhandlungen über Tarifverträge gar nicht erreicht werden könnten. Dabei ging es um Kritik am Billigkonzept bei der Lufthansa-Tochter Eurowings.

dpa

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