Volltextsuche über das Angebot:

20°/ 17° Gewitter

Navigation:
Drohen neue Streiks?

Keine Einigung zwischen Bahn und GdL Drohen neue Streiks?

Auch auf der Schiene droht demnächst wohl wieder Stillstand: Die wieder aufgenommenen Gespräche zwischen Bahn und Lokführern brachten keine Einigung. In der kommenden Woche könnte die Gewerkschaft offiziell einen Streik beschließen.

Voriger Artikel
Freie Fahrt für "Gigaliner"?
Nächster Artikel
Reich im Ruhestand

Müssen sich Reisende wieder auf Streiks einstellen? Bahn und GdL konnten sich im Tarifstreit nicht einigen.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Berlin. Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind nach Angaben des Unternehmens erneut gescheitert. Das teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag in Berlin mit.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber kritisierte in einer Mitteilung, die GDL habe sich „nicht einen einzigen Millimeter“ bewegt. Die Gewerkschaft zeige keinerlei Interesse an einer Verständigung. Die GDL war am Abend zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. 

Nach wochenlanger Funkstille im festgefahrenen Bahn-Tarifkonflikt hatten sich der Staatskonzern und die Lokführer zuvor wieder an einen Tisch gesetzt. Weber hatte vorab angekündigt, auf die Gewerkschaft zuzugehen, und auch von ihr Bewegung gefordert.  Die Bahn versuchte, damit weitere Streiks abzuwenden. Nach zwei Warnstreiks entscheiden die Lokführer bis zum 2. Oktober in einer Urabstimmung darüber, ob sie wieder die Züge stehen lassen. Als nächstes könnte dann auch ein unbefristeter Streik angekündigt werden. Die GDL fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn und eine kürzere Wochenarbeitszeit. 

Forderungen und Folgen

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert im aktuellen Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn unter anderem fünf Prozent mehr Lohn. Auf dem Gehaltszettel würde sich das für die Lokführer wie folgt auswirken: in der Stufe 1 ein Sprung von 2488 auf 2612 Euro brutto, in der Stufe 6 nach 25 Berufsjahren von 3010 auf 3161 Euro. In einer neu geforderten Stufe 8 wären es dann 3287 Euro als Endstufe nach 35 Berufsjahren.

Das Entgelt für die Zugbegleiter würde sich bei der GDL-Forderung wie folgt verbessern: in der Stufe 1 von 2039 auf 2312 Euro, in der Stufe 6 nach 25 Berufsjahren von 2223 Euro auf 2753. In der neu geforderten Stufe 8 gäbe es dann 2879 Euro nach 35 Berufsjahren. Zudem verlangt die GDL eine von 39 auf 37 Stunden reduzierte Wochenarbeitszeit. Die Bahn hat bislang 1,9 Prozent mehr Geld angeboten. Derzeit verdient ein Lokführer bei der Bahn je nach Qualifikation und Erfahrung rund 36 000 bis 46 000 Euro im Jahr - einschließlich aller Zulagen.

Die Zulagen für Arbeit an Wochenenden, an Feiertagen und in der Nacht sind nach Angaben des Unternehmens wichtiger Bestandteil des Einkommens.

Zusätzlich erschwert werden die Verhandlungen durch einen Konflikt unter den Bahn-Gewerkschaften. Die GDL will auch für Zugbegleiter und weiteres Personal verhandeln, das bislang die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vertreten hat. 

Die Bahn habe sich diesmal jedoch einverstanden erklärt, „ohne Vorbedingungen über alle Forderungen für Lokomotivführer bilateral mit der GDL zu verhandeln“, betonte Weber. Auch sei man bereit gewesen, über Wege zu sprechen, wie mit der GDL ein Tarifvertrag für die Zugbegleiter erreicht werden könne.  Zuvor war die Bahn mit dem Versuch gescheitert, die zerstrittenen Gewerkschaften an einen Tisch zu bringen. Nach den Lokführern hatte Anfang der Woche auch die EVG den vorschlagenen Einsatz von „Moderatoren“ abgelehnt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Lokführergewerkschaft
Foto: „Die Mitglieder stehen voll hinter uns“: GDL-Chef Claus Weselsky sieht eine hohe Streikbereitschaft bei den Lokführern.

Eine hohe Zustimmung für den Arbeitskampf erwartet die Lokführergewerkschaft GDL bei der laufenden Urabstimmung. Das sagte GDL-Chef Weselsky in einem Zeitungsinterview.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Nach dem großen VW-Abgasskandal sind etwa 2,4 Millionen Kunden bundesweit von der gigantischen Rückrufaktion betroffen. Einer von ihnen ist HAZ-Redakteur Enno Janssen. In einer Serie berichtet er, wie es nun für ihn und die anderen Kunden wirklich weitergeht. mehr

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 62,39 -4,11%
CONTINENTAL 181,03 -8,13%
DELTICOM 15,22 +0,37%
HANNO. RÜCK 92,42 -5,70%
SALZGITTER 25,98 -4,65%
SARTORIUS AG... 63,77 -1,80%
SYMRISE 57,55 -0,10%
TALANX AG NA... 27,00 -4,58%
TUI 11,93 -12,24%
VOLKSWAGEN VZ 114,64 -10,63%
DAX
Chart
DAX 9.440,00 -1,23%
TecDAX 1.568,50 -1,15%
EUR/USD 1,1117 -2,67%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

Henkel VZ 104,21 -0,43%
BEIERSDORF 79,92 -2,11%
FMC 73,42 -3,54%
DT. BANK 13,25 -15,89%
THYSSENKRUPP 17,50 -11,73%
VOLKSWAGEN VZ 114,64 -10,63%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA IM Fixed Incom RF 206,19%
AXA World Funds Gl RF 173,80%
Bakersteel Global AF 162,65%
Stabilitas PACIFIC AF 131,84%
Structured Solutio AF 112,38%

mehr