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Deutschland / Welt Tausende Franken neben Flugzeugwrack entdeckt
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Tausende Franken neben Flugzeugwrack entdeckt
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19:57 19.07.2016
Bei dem Absturz in Slowenien war Unister-Chef Thomas Wagner ums Leben gekommen. Nahe des Wracks wurden 10.000 Schweizer Franken gefunden. Quelle: dpa/Archiv
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Leipzig

Mehrere Tage nach dem tödlichen Flugzeugabsturz von Unister-Chef Thomas Wagner in Slowenien hat die Polizei den Fund einer größeren Summe Bargeld bestätigt. An der Unglücksstelle bei Predmeja im Westen des Landes seien rund 10.000 Schweizer Franken (rund 9200 Euro) entdeckt worden, teilten die Behörden in Nova Gorica am Dienstag auf Anfrage mit. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Berichte über einen Geldkoffer mit mehreren Millionen Euro an Bord gegeben - die Polizei hatte dies bisher aber nicht kommentiert.

Wagner, der über Unister Portale wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de betrieb, war mit einer Privatmaschine am vergangenen Donnerstag auf dem Weg nach Venedig nach Leipzig abgestürzt. Insgesamt starben vier Deutsche. Nach Unternehmensangaben war Wagner auf Investorensuche gewesen. Am Montag meldete die Internetfirma Insolvenz an.

Wie geht es bei den Reiseportalen weiter?

Nach dem Insolvenzantrag der Unister Holding GmbH schließt der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Insolvenz der Tochterfirmen des Konzerns nicht aus. Das erklärte er in einem Interview mit dem MDR-Magazin "Umschau".

Die Unister Holding GmbH ist eine Firma in der Unister-Unternehmensgruppe, deren Aufgabe nach Informationen aus dem Handelsregister nicht die Vermittlung und der Verkauf von Reisen und Flügen ist, sondern vor allem die Organisation der Unternehmensgruppe. Daher hat diese Pleite nach Einschätzung der Verbraucherschützer kaum Auswirkungen auf Reisekunden. Den Kundenkontakt haben vor allem Portalbetreiber wie die ab-in-den-urlaub Betriebsgesellschaft mbH (Ab-in-den-Urlaub.de) und die Unister Travel Betriebsgesellschaft mbH (fluege.de). Im Falle ihrer Insolvenz besteht für Kunden die Gefahr, dass gegebenenfalls Anzahlungen, die über die Portale an die Reise- oder Fluganbieter gehen sollten, nicht weitergleitet worden sind und so in die Insolvenzmasse von Unister fallen. Darauf weisen Verbraucherschützer des Bundesverbandes Verbraucherzentrale hin. Solche Forderungen müssten die Betroffenen dann im Rahmen des Insolvenzverfahrens anmelden.

dpa/ots

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